Der Kanon die deutsche Literatur – Gedichte

Marcel Reich-Ranicki ist ein bekannter deutscher Publizist und gehört zu den einflussreichsten und bekanntesten Literaturkritikern. Als großer Kenner der deutschen Literaten und ihrer Werke begann er 2002 mit „Der Kanon“ eine große Anthologie zu veröffentlichen, in welcher die herausragenden Werke aller Epochen und Gattungen festgehalten sind. Gesplittet ist die Sammlung in fünf Teile, von denen sich jeder mit einer anderen Literaturgattung beschäftigt. Im Jahr 2002 erschien der erste Part, danach folgte bis 2006 jährlich ein weiterer. Der vorletzte Teil trägt den Beinamen „Gedichte“ und erschien im Jahr 2005.

Wie alle Teile der Anthologie ist auch „Der Kanon – die deutsche Literatur (Gedichte)“ in einzelne Bücher aufgeteilt. In jedem Band sind die Werke mehrerer Autoren festgehalten, wobei die Anordnung nach ihrem Erscheinungsdatum durchgeführt wurde. Die Gattung der Gedichte gehört zu den ältesten, was sich auch in den von Reich-Ranicki festgehaltenen Werken zeigt. Das erste Buch dieser Anthologie behandelt die Werke von Walther von der Vogelweide bis zu Friedrich Gottlieb Klopstock. Den Auftakt macht „Das Wessobrunner Schöpfungsgedicht und Gebet“, welches auf Anfang des 9. Jahrhunderts datiert wird. Letztlich endet das erste Buch in der Epoche der Aufklärung mit Werken Klopstocks.

Im zweiten Band sind bekannte Vertreter des Sturm und Drang sowie der Weimarer Klassik enthalten. Das Buch erstreckt sich von Gotthold Ephraim Lessing über Goethe bis Friedrich Schiller. Der dritte Band beinhaltet bekannte Werke Friedrich Hölderlins bis Annette von Droste-Hülshoff. Im vierten Buch erfreuen die Autoren Heinrich bis Frank Wedekind das Herz des interessierten Lesers. Band fünf beinhaltet die großen Werke Stefan Georges, Else Lasker-Schülers sowie zahlreicher anderer Literaten des 19. und 20. Jahrhunderts, bis hin zu Kurt Tucholsky. Die Autoren Klabund bis Paul Celan können im sechsten Band der Anthologie gefunden werden. Der siebte und letzte Gedichtband beinhaltet viele Dichter aus dem 20. Jahrhundert, von denen sehr viele noch unter den Lebenden weilen. Im begleitenden Band richtet Reich-Ranicki selbst ein paar Worte an den Leser und berichtet über die Gattung der Gedichte sowie über das Leben der einzelnen Autoren.

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