Heinrich Mann bis Joseph Roth
zu den Biographien
Heinrich Mann
Choderlos de Laclos
Zola
Karl Liebknecht
Die Verhaftung Rosa Luxemburgs
Margarete Susman
Vom geistigen Anteil der Juden in der deutschen Geistesgeschichte
Jakob Wassermann
Die psychologische Situation des Judentums
Max Reinhardt
Rede über den Schauspieler
Alfred Polgar
Theorie des "Café Central"
Vom Sinn des Buchreferats
Blick in die Werkstatt
Hugo von Hofmannsthal
Ein Brief
Der Dichter und diese Zeit. Ein Vortrag
Karl Kraus
Die demolirte Literatur
"Die Fackel". Vorwort
Das Ehrenkreuz
Arnold Schönberg
Gustav Mahler
Thomas Mann
Bilse und ich
Der alte Fontane
August von Platen
Briefwechsel mit Bonn
Richard Wagner und der "Ring des Nibelungen"
Bruder Hitler
Deutschland und die Deutschen
Hermann Hesse
Deutsche Erzähler
Notizen zum Thema Dichtung und Kritik. Über gute und schlechte Kritiker
Ernst Bloch
Über Hoffmanns Erzählungen
Paradoxa und Pastorale bei Wagner
Egon Friedell
Rezept für Kritiker
Das deutsche Lustspiel
Aphorismus gegen die Germanisten
Alfred Döblin
An Romanautoren und ihre Kritiker
Bemerkungen zum Roman
Albert Einstein
Prinzipien der Forschung. Rede zum 60. Geburtstag von Max Planck
Religion und Wissenschaft
Robert Musil
Heute spricht Alfred Kerr. Ein Porträt des berühmten deutschen Kritikers
Literat und Literatur. Randbemerkungen dazu
Der Dichter in dieser Zeit
Siegfried Jacobsohn
Schiller: Don Carlos
Stefan Zweig
Balzac
Karl Jaspers
Grußbotschaft von Karl Jaspers
Franz Kafka
Brief an den Vater
Max Brod
Der Dichter Franz Kafka
Lion Feuchtwanger
Vom Sinn und Unsinn des historischen Romans
Alban Berg
Schönberg als Lehrer
Georg Lukács
Die Grablegung des alten Deutschlands
Der alte Fontane
Egon Erwin Kisch
Reportage als Kunstform und Kampfform. Auszug aus der Rede auf dem Pariser
Kongreß zur Verteidigung der Kultur
Ernst Robert Curtius
Goethe als Kritiker
Gottfried Benn
Probleme der Lyrik
Altern als Problem für Künstler
Soll die Dichtung das Leben bessern?
Siegfried Kracauer
Kaliko-Welt. Die Ufa-Stadt zu Neubabelsberg
Kult der Zerstreuung. Über die Berliner Lichtspielhäuser
Carl von Ossietzky
Remarque-Film
Kurt Tucholsky
Der Prozess
Blick in ferne Zukunft
Die ausgezogene Frau
Klabund
Offener Brief an Kaiser Wilhelm II.
Walter Benjamin
Zum Bilde Prousts
Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages
Friedrich Sieburg
Vor unseren Bücherbrettern
Nichts da, Leute!
Ludwig Marcuse
Zwei Nachrufe auf Gerhart Hauptmann
Oskar Maria Graf
Verbrennt mich! Protest anläßlich der deutschen Bücherverbrennung 1933
Joseph Roth
Der Herr mit dem Monokel
Ankunft im Hotel
Abschied vom Hotel
Der Polizeireporter Heinrich G.
Der Kurfürstendamm
Ernst Jünger
Das Spanische Mondhorn
Grenzgänge
Die Biographien der Autoren dieses Bandes
Heinrich Mann
Luiz Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren. Er starb am 12. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien.
Ab 1890 Volontariat beim S. Fischer Verlag in Berlin. Kurse an der Universität. Ab 1891 freier Schriftsteller. 1893 Reise nach Paris. 1893-98 Italienreise mit seinem Bruder Thomas Mann. 1898 Übersiedlung nach München. 1914 Heirat mit der Schauspielerin Maria Kanova. 1925 Übersiedlung nach Berlin. Heirat mit Nelly Kroeger. 1930 Präsident der Preußischen Akademie der Künste. 1933 Schreibverbot. Emigration in die Tschechoslowakei, nach Frankreich, Spanien und schließlich Kalifornien. 1944 Selbstmord Nelly Kroegers.
Choderlos de Laclos (Bd. 3, S. 11), Erstdruck in: Die Zukunft, 1905.
Zola (Bd. 2, S. 27), Erstdruck in: Die Weißen Blätter, 1915.
Karl Liebknecht
Karl Liebknecht wurde am 13. August 1871 in Leipzig geboren. Er starb am 15. Januar in Berlin.
1890-93 Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Leipzig und Berlin. 1894-98 Referendariat in Arnsberg und Paderborn. 1897 Promotion in Würzburg. 1899 Eröffnung einer Anwaltskanzlei in Berlin, zusammen mit seinem Bruder Theodor Liebknecht. 1900 Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Heirat mit Julia Paradies. 1907-10 Präsident der sozialistischen Jugendinternationale. Ab 1912 Mitglied des Reichstags. 1916 Herausgabe der "Spartakusbriefe" mit Rosa Luxemburg. Im selben Jahr Verlust des Reichstagsmandats wegen Hochverrats. Verurteilung zu vier Jahren Haft. 1918 Begnadigung im Zuge einer allgemeinen Amnestie. 1918 Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschland (KPD). 1919 zusammen mit Rosa Luxemburg von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützendivision verschleppt und ermordet.
Die Verhaftung Rosa Luxemburgs (Bd. 3, S. 101), Rede, gehalten: Preußischer Landtag, 9.3.1915.
Margarete Susman
Margarete Susman wurde am 10. März 1872 in Hamburg geboren. Sie starb am 16. Januar 1966 in Zürich.
Malstudien in Düsseldorf, Paris und München. Philosophievorlesungen bei Theodor Lipps. Ab 1900 Besuch der Vorlesungen Georg Simmels. Teilnahme an Privatkolloquien Georg Simmels. Bekanntschaft mit Ernst Bloch, Martin Buber und Bernhard Groethuysen. Heirat mit Eduard von Bendemann. Ab 1907 Mitarbeit bei der "Frankfurter Zeitung". 1918 Übersiedlung nach Säckingen. 1933/34 Flucht über Holland und England in die Schweiz. Mitarbeit bei den "Neuen Wegen" in Zürich.
Vom geistigen Anteil der Juden in der deutschen Geistesgeschichte (Bd. 3, S. 107), Erstdruck: Margarete Susman, Vom geistigen Anteil der Juden in der deutschen Geistesgeschichte, 1935.
Jakob Wassermann
Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 in Fürth geboren. Er starb am 1. Januar 1934 in Altaussee.
1894-97 Lektor bei der Zeitschrift "Simplicissimus". Freundschaft mit Thomas Mann und Rainer Maria Rilke. Ab 1898 Theaterreferent der "Frankfurter Zeitung" in Wien. Bekanntschaft mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. 1901 Heirat mit Julie Speyer. 1915 Scheidung von seiner Ehefrau. 1918 Heirat mit Martha Karlweis. 1919 Übersiedlung nach Altaussee. 1926-33 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.
Die psychologische Situation des Judentums (Bd. 3, S. 119), Erstdruck in: Central Verein-Zeitung, 1929.
Max Reinhardt
Max Reinhardt (Maximilian Goldmann) wurde am 9. September 1873 in Baden geboren. Er starb am 31. Oktober 1943 in New York.
Ab 1890 Banklehre, nebenher Schauspielunterricht. 1894-1902 Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin. 1901 Gründung der Kleinkunstbühne "Schall und Rauch", aus der das "Kleine Theater" wird, dessen Leitung Max Reinhardt ab 1903 innehat. Er übernimmt auch die Leitung des "Neuen Theater". Ab 1905 Direktor des Deutschen Theaters. 1915-18 Leitung der Berliner Volksbühne. 1920 Mitbegründer der Salzburger Festspiele. 1924 Eröffnung der Komödie am Kurfürstendamm. 1933 Flucht nach Österreich. 1938 Emigration in die USA.
Rede über den Schauspieler (Bd. 3, S. 137), Rede, gehalten: Columbia University, New York Februar 1928. Erstdruck in: Querschnitt, 1929.
Alfred Polgar
Alfred Polgar (Alfred Polak) wurde am 17. Oktober 1873 in Wien geboren. Er starb am 24. April 1955 in Zürich.
Ab 1895 Mitarbeit in der Redaktion der "Wiener Allgemeinen Zeitung". Ab 1905 Mitarbeit an Siegfried Jacobsohns "Schaubühne". Während des Ersten Weltkriegs Arbeit beim Kriegsarchiv. Ab 1919 Feuilletonchef bei "Der Neue Tag". Mitarbeit am "Tage-Buch", das von seinem Freund Stefan Großmann herausgegeben wird. Ab 1921 Herausgabe des "Böse Buben Journals" mit Egon Friedell. 1921 Übersiedlung nach Berlin, Arbeit für das "Berliner Tageblatt", das "Prager Tagblatt" und die "Weltbühne". 1929 Heirat mit Elise Loewy. 1933 Flucht aus Deutschland. Ab 1940 in den USA. 1949, als amerikanischer Staatsbürger, Rückkehr nach Deutschland.
Theorie des "Café Central" (Bd. 3, S. 142), Erstdruck: Alfred Polgar, An den Rand geschrieben, 1927.
Vom Sinn des Buchreferats (Bd. 3, S. 147), Erstdruck in: Die Weltbühne, 1932.
Blick in die Werkstatt (Bd. 3, S. 150), Erstdruck: Alfred Polgar, Blick in die Werkstatt. Ein Leitfaden für Schriftsteller und solche, die es werden wollen, 1951.
Hugo von Hofmannsthal
Hugo von Hofmannsthal wurde am 1. Februar 1874 in Wien geboren. Er starb am 15. Juli 1929 in Rodaun.
Bis 1898 Jura- und Romanistikstudium in Wien. Heirat mit Gerty Schlesinger. Ab 1901 zurückgezogenes Leben als freier Schriftsteller in Rodaun bei Wien. Zahlreiche Reisen in die Mittelmeerländer und nach Frankreich. Reserveoffizier in Istrien im Ersten Weltkrieg. 1916 Reisen nach Skandinavien und in die Schweiz. Mitherausgeber der Zeitschrift "Der Morgen" und der "Österreichischen Bibliothek". Freundschaft mit Stefan George und Richard Strauss.
Ein Brief (Bd. 3, S. 157), Erstdruck in: Der Tag, 1902.
Der Dichter und diese Zeit. Ein Vortrag (Bd. 3, S. 169), Rede, gehalten: München, 30.11.1906. Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1907.
Karl Kraus
Karl Kraus wurde am 28. April 1874 in Jicín in Böhmen geboren. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.
Ab 1892 Jurastudium. Erste Texte in der "Wiener Literaturzeitung". Ab 1894 Studium der Germanistik und Philosophie in Wien. Bekanntschaft mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. 1897 Korrespondent der "Breslauer Zeitung". 1899 Gründung der Zeitschrift "Die Fackel". Austritt aus der jüdischen Religionsgemeinschaft. 1911 Konversion zum katholischen Glauben. 1923 Austritt aus der katholischen Kirche.
Die demolirte Literatur (Bd. 3, S. 197), Erstdruck in: Wiener Rundschau, unter dem Titel "Chronik", 1897
"Die Fackel". Vorwort (Bd. 3, S. 221), Erstdruck in: Die Fackel, 1899.
Das Ehrenkreuz (Bd. 3, S. 224), Erstdruck in: Die Fackel, 1909.
Arnold Schönberg
Arnold Schönberg wurde am 13. September 1874 in Wien geboren. Er starb am 13. Juli 1951 in Los Angeles, USA.
Ab 1891 Banklehre. 1901 Heirat mit Mathilde von Zemlinsky, Übersiedlung nach Berlin. 1902 Kompositionslehrer am Sternschen Konservatorium in Berlin. Bekanntschaft mit Richard Strauss. 1903 Rückkehr nach Wien. Bekanntschaft mit Gustav Mahler. 1904 Gründung des "Vereins schaffender Tonkünstler". Er unterrichtet Anton von Webern und Alban Berg. 1911 Rückkehr nach Berlin. 1918 Gründung des "Vereins für musikalische Privataufführungen". 1924 Heirat mit Gertrud Kolisch. 1933 Flucht über Paris in die USA. Arbeit am Malkin Conservatory in Boston. 1941 Amerikanische Staatsbürgerschaft.
Gustav Mahler (Bd. 3, S. 227), Erstdruck in: Der Merker, 1912.
Thomas Mann
Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. Er starb am 12. August 1955 in Zürich.
1893 Übersiedlung nach München. Volontär einer Versicherungsgesellschaft. 1894 Mitarbeit am "Simplicissimus". 1895-97 Reise nach Italien mit Heinrich Mann. 1905 Heirat mit Katia Pringsheim. Bis 1914 Wohnsitz in Oberammergau, Tölz und Davos. 1914-33 in München. 1929 Literaturnobelpreis. 1933 Emigration über Holland und Belgien in die Schweiz, dann in die USA. 1939 Gastprofessor an der Princeton University in New Jersey, dann in Berkeley. 1944 amerikanische Staatsbürgerschaft. 1947 erste Europareisen nach dem Krieg. 1952 Rückkehr nach Europa, Wohnsitz in Erlenbach, ab 1954 in Kilchberg bei Zürich.
Bilse und ich (Bd. 3, S. 229), Erstdruck in: Münchner Neueste Nachrichten, 1906.
Der alte Fontane (Bd. 3, S. 243), Erstdruck in: Die Zukunft, 1910
August von Platen (Bd. 3, S. 269), Erstdruck in: Die neue Rundschau, unter dem Titel "Platen - Tristan - Don Quichotte", 1931.
Briefwechsel mit Bonn (Bd. 3, S. 283), Erstdruck in: Neue Zürcher Zeitung, 1937.
Richard Wagner und der "Ring des Nibelungen" (Bd. 3, S. 291), Rede, gehalten: Aula der Universität Zürich, 16.11.1937. Erstdruck in: Maß und Wert, 1938.
Bruder Hitler (Bd. 3, S. 317), Erstdruck in: Das Neue Tagebuch, 1939.
Deutschland und die Deutschen (Bd. 3, S. 325), Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1945.
Hermann Hesse
Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw geboren. Er starb am 9. August 1962 in Montagnola im Tessin.
Ab 1895 Buchhandelslehre in Tübingen. 1899 Buchhändler und Antiquar in Basel. Ab 1904 freier Schriftsteller in Gaienhofen am Bodensee. 1904 Heirat mit Marie Bernoulli. 1907-12 Mitherausgeber der Zeitschrift "März". 1911 Reise nach Indien. Ab 1912 in Ostermundingen bei Bern. Im Ersten Weltkrieg Helfer des Roten Kreuzes und der deutschen Kriegsgefangenenfürsorge in Bern. Ab 1919 Wohnsitz in Montagnola bei Lugano. 1919-23 Mitherausgeber der Zeitschrift "Vivos voco". Ab 1923 Schweizer Staatsangehörigkeit. 1931 Heirat mit Ninon Dolbin. 1946 Literaturnobelpreis. 1955 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Deutsche Erzähler (Bd. 3, S. 347), Entstehung: 1914. Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1915.
Notizen zum Thema Dichtung und Kritik. Über gute und schlechte Kritiker (Bd. 3, S. 375), Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1930.
Ernst Bloch
Ernst Bloch wurde am 18. Juli 1885 in Ludwigshafen geboren. Er starb am 4. August 1977 in Tübingen.
1905-08 Studium der Philosophie, Physik und Musik in München und Würzburg. 1908-11 Aufenthalt in Berlin, Teilnahme an Georg Simmels Privatkolloquium. 1912 Italienreise mit Georg Lukács. 1913 Heirat mit Else von Stritzky. 1917-19 Mitarbeit an der "Freien Zeitung" in Bern. 1919 Übersiedlung nach München, dann Berlin. 1922 Heirat mit Linda Oppenheimer. Freundschaft u.a. mit Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno, Bertolt Brecht. 1933 Emigration nach Zürich. Heirat mit Karola Piotrowska. 1938 Emigration in die USA. 1949-56 Lehrstuhl für Philosophie in Leipzig. 1961 nach dem Bau der Berliner Mauer Professur in Tübingen.
Über Hoffmanns Erzählungen (Bd. 3, S. 381), Entstehung: 1930. Erstdruck: 1965.
Paradoxa und Pastorale bei Wagner (Bd. 3, S. 386), Entstehungsjahr unbekannt. Erstdruck: 1965.
Egon Friedell
Egon Friedell (Egon Friedmann) wurde am 21. Januar 1878 in Wien geboren. Er starb am 16. März 1938 in Wien.
Ab 1897 Studium der Germanistik, Philosophie und Naturwissenschaften in Berlin und Heidelberg. Ab 1899 Studium der Philosophie in Wien. 1904 Promotion. 1908-10 künstlerischer Leiter des Kabaretts "Fledermaus". 1914 Sanatoriumsaufenthalt wegen Alkohol- und Gewichtsproblemen. 1919-24 journalistische Tätigkeit, u.a. für das "Neue Wiener Journal". 1919-27 abwechselnd Regisseur, Dramaturg und Schauspieler am "Deutschen Theater" in Berlin und am wiener "Burgtheater". Ab 1927 freier Schriftsteller in Wien. 1937 Beschlagnahme seiner historischen Schriften durch die nationalsozialistische Regierung. Als ihn im März 1938 zwei SA-Männer SA festnehmen wollen, nimmt sich Egon Friedell das Leben.
Rezept für Kritiker (Bd. 3, S. 427)
Das deutsche Lustspiel (Bd. 3, S. 431), Erstdruck in: Die Schaubühne, 1918.
Aphorismus gegen die Germanisten (Bd. 3, S. 434).
Alfred Döblin
Alfred Döblin wurde am 10. August 1878 in Stettin geboren. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen.
1888 Übersiedlung nach Berlin, ab 1900 Studium der Medizin. Bekanntschaft mit Herwarth Walden, Mitarbeit an dessen Zeitschrift "Der Sturm". Ab 1911 Arzt für Nervenkrankheiten in Berlin. 1912 Heirat mit Erna Reiss. Ab 1914 Tätigkeit als Militärarzt im Elsaß. 1924 Reise nach Polen. 1933 Flucht über Zürich nach Paris. 1936 französischer Staatsbürger. 1940 Flucht über Spanien und Portugal nach New York. Reise nach Mexiko. 1945 Chef des literarischen Büros der "Diréction de l'Education publique" in Baden-Baden. 1946-51 Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor". 1949 Mitbegründer der Mainzer Akademie. 1953 Rückkehr nach Paris. Ab 1956 Sanatorien bei Freiburg im Breisgau.
An Romanautoren und ihre Kritiker (Bd. 3, S. 437), Erstdruck in: Der Sturm, 1913/14.
Bemerkungen zum Roman (Bd. 3, S. 441), Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1917.
Albert Einstein
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren. Er starb am 18. April 1955 in Princeton, USA.
Ab 1896 Studium an der Technischen Hochschule in Zürich. 1900 Diplom für Mathematik und Physik. 1902-09 Mitarbeiter des Patentamts in Berlin. Veröffentlichungen in den "Annalen der Physik". 1907 Habilitation in Bremen. 1909 außerordentliche Professur für Physik in Zürich. 1911 Ordinarius an der Universität Prag. 1915 formuliert Albert Einstein die "Allgemeine Relativitätstheorie". 1921 Nobelpreis für Physik. 1933 Übersiedlung nach Princeton, USA, Tätigkeit am Institute for Advanced Studies. 1945, nach Abwurf der Atombombe, Gründung des "Emergency Committee of Atomic Scientists", das sich für die friedliche Nutzung von Atomenergie einsetzt.
Prinzipien der Forschung. Rede zum 60. Geburtstag von Max Planck (Bd. 3, S. 445), Rede, gehalten: Vor der Physikalischen Gesellschaft, Berlin 23.4.1918. Erstdruck: Albert Einstein, Mein Weltbild, 1934.
Religion und Wissenschaft (Bd. 3, S. 449), Erstdruck in: Berliner Tageblatt, 1930.
Robert Musil
Robert Edler Musil wurde am 6. November 1880 in Klagenfurt geboren. Er starb am 15. April 1942 in Genf.
Ab 1897 Studium an der technischen Militärakademie in Wien. 1902/03 Assistent an der Technischen Hochschule Stuttgart. 1903-08 Studium der Philosophie in Berlin. Freundschaft mit Alfred u.a. Kerr. Herausgabe der Zeitschrift "Pan". 1911 Heirat mit Martha Marcovaldi. 1911-14 Bibliothekar der Technischen Hochschule Wien. 1914 Redakteur der "Neuen Rundschau" in Berlin. Im Ersten Weltkrieg Reserveoffizir, ab 1916 Herausgeber einer Soldatenzeitung. 1921-31 Theaterkritiker und freier Schriftsteller in Wien. 1931-33 wieder in Berlin, dann in Wien. Theaterkritiker für die "Prager Presse", den "Wiener Morgen" und den "Tag". 1938 Emigration über Italien nach Zürich, dann nach Genf.
Heute spricht Alfred Kerr. Ein Portrait des berühmten deutschen Kritikers (Bd. 3, S. XXX), Erstdruck: 1928.
Literat und Literatur. Randbemerkungen dazu (Bd. 3, S. XXX), Entstehung: 1931. Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1931.
Der Dichter in dieser Zeit (Bd. 3, S. XXX), Rede, gehalten: Wien, 16.12.1934. Erstdruck: 1950.
Siegfried Jacobsohn
Siegfried Jacobsohn wurde am 28. Januar 1881 in Berlin geboren. Er starb dort am 3. Dezember 1926.
Ab 1897 Studium in Berlin. Theaterkritiken für "Die Welt am Montag", ab 1902 deren Redakteur. Übernahme der Theaterkorrespondenz für "Die Zeit". 1904 Entlassung Vorwurf des Plagiats. Reise durch Europa. 1905 Rückkehr nach Berlin, Gründung der Zeitschrift "Die Schaubühne", Mitarbeiter waren u.a. Alfred Polgar, Lion Feuchtwanger und Kurt Tucholsky. 1918 wird "Die Schaubühne" in "Die Weltbühne" umbenannt. Nach Alfred Polgars Tod 1926 führen Kurt Tucholsky und später Carl von Ossietzky die Zeitschrift weiter, bis sie 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Das Archiv wurde beschlagnahmt und ist seitdem verschollen.
Schiller: Don Carlos (Bd. 3, S. 502), Erstdruck: Siegfried Jacobsohn, Max Reinhardt, Berlin: Erich Reiss Verlag 1910.
Stefan Zweig
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Er starb am 23. Februar 1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro.
1900-1904 Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik in Berlin und Wien. Reisen in Europa und nach Indien, Nordafrika und Nord- und Mittelamerika. Bekanntschaft mit Rainer Maria Rilke und Auguste Rodin. 1917/18 als Kriegsgegner in Zürich. Freundschaft mit Émile Verhaeren und Romain Rolland. 1918 Heirat mit Maria von Winternitz. Korrespondent der "Neuen Presse". 1919-34 zumeist in Salzburg. 1934 Flucht nach London. 1940/41 erst New York, dann Petropolis in Brasilien. 1942 Selbstmord.
Balzac (Bd. 3, S. 510), Erstdruck: 1919.
Karl Jaspers
Karl Jaspers wurde am 23. Februar 1883 in Oldenburg geboren. Er starb am 26. Februar 1969 in Basel.
1900 Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und München. Ab 1902 Medizinstudium in Berlin, Göttingen und Heidelberg. 1909 Bekanntschaft mit Max Weber. 1909-14 Volontärassistent an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg. Ab 1916 außerordentlicher Professor. Ab 1919 Freundschaft mit Martin Heidegger. 1922 Professur in Heidelberg. 1937 von den Nationalsozialisten in den Ruhestand versetzt wegen des jüdischen Glaubens seiner Frau. 1945 Mitarbeit bei der Neubegründung und Wiedereröffnung der Universität Heidelberg. 1948 Übersiedlung nach Basel. 1958 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Grußbotschaft von Karl Jaspers (Bd. 3, S. 541), Erstdruck: Deutsche Juden. Beiträge von Nahum Goldmann, Gershom Scholem, Golo Mann, Salo W. Baron, Eugen Gerstenmaier und Karl Jaspers, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 1967.
Franz Kafka
Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren. Er starb am 3. Juni 1924 in Kierling bei Wien.
1901-06 Jurastudium an der Deutschen Universität in Prag. Ab 1902 Kunsthistorische und Germanistikvorlesungen. Freundschaft mit Max Brod. Ab 1908 Angestellter einer Arbeiterunfallversicherung in Prag. Bekanntschaft mit Ernst Weiß und Franz Werfel. Reisen durch Europa, u.a. 1910 nach Paris zusammen mit Max Brod und 1913 nach Italien. 1917 Blutsturz und Ausbruch der Lungentuberkulose. Zahlreiche Sanatorienaufenthalte. Übersiedlung zu seiner Schwester Ottla nach Zürnau. 1918 Wiederaufnahme der Arbeit. 1922 Pensionierung aus Krankheitsgründen.
Brief an den Vater (Bd. 3, S. 551), Entstehung: 1920. Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1953.
Max Brod
Max Brod wurde am 27. Mai 1884 in Prag geboren. Er starb am 20. Dezember 1968 in Tel Aviv.
Jurastudium an der Deutschen Universität in Prag. Freundschaft mit Franz Kafka. 1907 Promotion. 1907-24 Anstellung bei der Prager Postdirektion. Nebenbei als Schriftsteller tätig. 1913 Heirat mit Elsa Taussig. Bekanntschaft mit Martin Buber. 1929-39 Literatur- und Musikkritiker des "Prager Tageblatts". 1939 Emigration nach Palästina, freier Autor und Dramaturg am Nationaltheater "Habimah" in Tel Aviv. Max Brod veröffentlichte Franz Kafkas Werke nach dessen Tod.
Der Dichter Franz Kafka (Bd. 3, S. 601), Erstdruck in: Die Neue Rundschau, 1921.
Lion Feuchtwanger
Lion Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren. Er starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles, USA.
1903-07 Studium der Philosophie und Philologie in München und Berlin. Dramaturg am Theater in München. Heirat mit Marta Loeffler. Reisen ins Ausland, hauptsächlich nach Italien. 1925 Übersiedlung nach Berlin. Freundschaft mit Bertolt Brecht. 1933 Ausbürgerung. 1933-40 Exil in Sanary-sur-Mer in Frankreich. 1936/37 Reise nach Rußland. Mitherausgeber der Zeitschrift "Das Wort". 1940 im Konzentrationslager Les Milles bei Aix-en-Provence. Flucht über Spanien und Portugal in die USA. Ab 1941 in Pacific Palisades in Kalifornien.
Vom Sinn und Unsinn des historischen Romans (Bd. 3, S. 609), Erstdruck in: Internationale Literatur, 1935.
Alban Berg
Albano Maria Johannes Berg wurde am 9. Februar 1885 in Wien geboren. Er starb dort am 24. Dezember 1935.
Ab 1904 Privatschüler von Arnold Schönberg zusammen mit Anton Webern. Lebenslange Freundschaft mit Arnold Schönberg. Bis 1906 nebenher als Beamter tätig. 1907 erste Aufführungen seiner Werke.1911 Heirat mit Helene Nahowski. 1915-18 Dienst in der österreichischen Armee. Nach dem Ersten Weltkrieg Musiklehrer in Wien. Unter seinen Schüler war Theodor W. Adorno. Erlag 1935 einer Blutvergiftung.
Schönberg als Lehrer (Bd. 3, S. 617), Erstdruck: Arnold Schönberg, München 1912.
Georg Lukács
Georg Lukács (György Lukács) wurde am 13. April 1885 in Budapest geboren. Er starb dort am 4. Juni 1971.
Studium der Philosophie in Budapest, Berlin und Heidelberg. 1919 Mitglied der Revolutionsregierung. Nach deren Sturz Flucht nach Wien. Aufenthalt in Moskau. 1944 Rückkehr nach Ungarn. 1946 Mitglied des ungarischen Parlaments. 1948 Professur für Ästhetik und Kulturphilosophie in Budapest. 1956 Teilnahme am ungarischen Aufstand. Nach dessen Niederschlagung verhaftet und seines Lehramtes enthoben. Seine Werke wurden nur noch in westeuropäischen Ländern gedruckt.
Die Grablegung des alten Deutschlands (Bd. 3, S. 619), Erstdruck in: Internationale Literatur, 1945.
Der alte Fontane (Bd. 3, S. 640), Erstdruck in: Sinn und Form, 1951.
Egon Erwin Kisch
Egon Erwin Kisch wurde am 29. April 1885 in Prag geboren. Er starb dort am 31. März 1948.
1906 Lokalreporter bei der Zeitung "Bohemia". Bekanntschaft u.a. mit Rainer Maria Rilke, Max Brod und Franz Kafka. 1913 Aufdeckung der Spionageaffäre Oberst Redl. Teilnahme am Ersten Weltkrieg in der österreich-ungarischen Armee in Serbien. 1918 Mitbegründer des "Arbeiter- und Soldatenrates" in Wien. 1919 Redakteur bei der Wiener Tageszeitung "Der Neue Tag". 1921 Publizist in Berlin, schrieb u.a. für die "Weltbühne" und die "Rote Fahne". 1922-29 Reisen durch Europa, Afrika, die Sowjetunion und die USA. 1932 Chinareise. 1934 Teilnahme am Antifaschistischen Kongreß in Melbourne. 1937/38 Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg. 1939 Emigration nach Mexiko. Mitarbeiter der Zeitschrift "Freies Deutschland". 1946 Rückkehr nach Prag.
Reportage als Kunstform und Kampfform. Auszug aus der Rede auf dem Pariser Kongreß zur Verteidigung der Kultur (Bd. 3, S. 700), Rede, gehalten: Paris 1935. Erstdruck in: Mitteilungen der Deutschen Freiheits-Bibliothek, 1935.
Ernst Robert Curtius
Robert Curtius wurde am 14. April 1886 in Thann im Elsaß geboren. Er starb am 19. April 1956 in Rom.
Studium der Philologie und Philosophie in Straßburg, Berlin und Heidelberg. 1929-51 Professor für Romanische und Mittellateinische Philologie an der Universität Bonn. Lehrte auch in Marburg und Heidelberg. Bekanntschaft und Korrespondenz u.a. mit Konrad Adenauer, Thomas Mann, Gottfried Benn, T. S. Eliot und Marcel Proust.
Goethe als Kritiker (Bd. 3, S. 704), Entstehung: 1948. Erstdruck: 1950.
Gottfried Benn
Gottfried Benn wurde am 2. Mai 1886 in Mansfeld bei Westpriegnitz geboren. Er starb am 7. Juli 1956 in Berlin.
1903-05 Studium der Theologie und Philologie in Marburg und Berlin. Ab 1905 Studium der Medizin in Berlin. Ab 1912 Pathologe und Serologe in Berliner Krankenhäusern. Während des Ersten Weltkriegs Oberarzt in Brüssel. Ab 1918 Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Berlin. 1938 Heirat mit Herta von Wedemeyer. Bekanntschaft u.a. mit Oskar Loerke, Ernst Jünger und Max Bense. Nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus 1938 Schreibverbot. 1951 Georg-Büchner-Preis.
Probleme der Lyrik (Bd. 3, S. 733), Erstdruck: Gottfried Benn, Probleme der Lyrik, Wiesbaden 1951.
Altern als Problem für Künstler (Bd. 3, S. 766), Erstdruck in: Merkur, 1954.
Soll die Dichtung das Leben bessern? (Bd. 3, S. 792), Erstdruck in: Neue Deutsche Hefte. Beiträge zur europäischen Gegenwart, 1956.
Siegfried Kracauer
Siegfried Kracauer wurde am 8. Februar 1889 in Frankfurt am Main geboren. Er starb am 26. November 1966 in New York.
1907-11 Studium der Architektur in Darmstadt, Berlin und München. Ab 1912 Tätigkeit in verschiedenen Architekturbüros in München. 1914 Promotion in Berlin. 1914-18 Arbeit in Max Seckbachs Architekturbüro in Frankfurt. Freundschaft mit Theodor W. Adorno und Leo Löwenthal. Ab 1912 freier Mitarbeiter bei der "Frankfurter Zeitung". Freundschaft mit Walter Benjamin und Ernst Bloch. 1930 Heirat mit Elisabeth Ehrenreich. Leiter des Feuilletons der "Frankfurter Zeitung" in Berlin. 1933-41 Exil in Frankreich, ab 1941 in New York.
Kaliko-Welt. Die Ufa-Stadt zu Neubabelsberg (Bd. 3, S. 802), Erstdruck in: Frankfurter Zeitung, 1926.
Kult der Zerstreuung. Über die Berliner Lichtspielhäuser (Bd. 3, S. 810), Erstdruck in: Frankfurter Zeitung, 1926.
Carl von Ossietzky
Carl von Ossietzky wurde am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren. Er starb am 4. Mai 1938 in Berlin.
Ab 1911 Mitarbeiter der Zeitschrift "Das freie Volk". 1913 Heirat mit Maud Lichfield-Wood. Während des Ersten Weltkriegs Infanterist an der Westfront. 1919 Übersiedlung nach Berlin, Generalsekretär der "Deutschen Friedensgesellschaft". Bekanntschaft mit Kurt Tucholsky. 1922-24 Redakteur der "Berliner Volks-Zeitung". Ab 1927 Chefredakteur der "Weltbühne". 1933, in der Nacht des Reichstagsbrandes, wird er von der Gestapo festgenommen und gefoltert. Die "Weltbühne" wird verboten. Inhaftierung im KZ Sonnenburg. 1936 wird ihm der Friedensnobelpreis rückwirkend für das Jahr 1935 verliehen. Carl von Ossietzky starb im Krankenhaus unter Polizeiaufsicht an den Folgen der Folter und einer Tuberkulose.
Remarque-Film (Bd. 3, S. 817), Erstdruck in: Die Weltbühne, 1930.
Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky wurde am 9. Januar 1890 in Berlin geboren. Er starb am 21. Dezember 1935 in Hindås bei Göteborg in Schweden.
Ab 1909 Jurastudium in Berlin. Ab 1911 Beiträge für den "Vorwärts", das Zentralorgan der SPD. Ab 1913 Literatur- und Theaterkritiker der "Schaubühne". Promotion 1914 in Jena. 1918 Chefredakteur der Zeitschrift "Ulk" in Berlin. Ab 1924 Korrespondent für die "Weltbühne" und die "Vossische Zeitung" in Paris. 1929 Emigration nach Schweden. 1933 wurden seine Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt. Nahm sich 1935 das Leben.
Der Prozeß (Bd. 3, S. 821), Erstdruck in: Die Weltbühne, 1926 (unter dem Pseudonym Peter Panter)
Blick in ferne Zukunft (Bd. 3, S. 827), Erstdruck in: Die Weltbühne, 1930 (unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel)
Die ausgezogene Frau, (Bd. 3, S. 828), Erstdruck in: Die Weltbühne, 1930 (unter dem Pseudonym Peter Panter)
Klabund
Klabund (Alfred Henschke) wurde am 4. November 1890 in Crossen geboren. Er starb am 14. August 1928 in Davos.
Ab 1909 Studium der Chemie und Pharmazie in München, dann Studium der Philosophie und Philologie in Berlin und Lausanne. 1912 Abbruch des Studiums, freier Schriftsteller in München. Ab 1913 Mitarbeiter der Zeitschriften "Jugend" und "Simplicissimus". Ab 1918 Übersetzungen aus dem Chinesischen, Japanischen und Persischen. Ab 1921 Mitarbeiter der "Weltbühne".
Offener Brief an Kaiser Wilhelm II. (Bd. 3, S. 830), Erstdruck in: Neue Zürcher Zeitung, 1917.
Walter Benjamin
Walter Benjamin wurde am 15. Juli 1892 in Berlin geboren. Er starb am 26. September 1940 in Port-Bou
Ab 1912 Studium der Philosophie in Freiburg, München und Berlin. 1913 Reise nach Paris. Bekanntschaft mit Gershom Scholem. 1917 Heirat mit Dora Sophie Kellner, Studium in Bern. Bekanntschaft mit Ernst Bloch. 1919 Promotion, Rückkehr nach Berlin. Bekanntschaft mit Siegfried Kracauer und Theodor W. Adorno. 1925/26 Reise nach Moskau. 1926 Übersetzung Prousts, Tätigkeit für "Die Frankfurter Zeitung" und "Die literarische Welt". 1933 Flucht aus Deutschland. Aufenthalte bei Bertolt Brecht in Dänemark. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch über die Pyrenäen nimmt sich Walter Benjamin 1940 das Leben.
Zum Bilde Prousts (Bd. 3, S. 834), Erstdruck in: Die Literarische Welt, 1929.
Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages (Bd. 3, S. 850), Erstdruck in: Jüdische Rundschau, 1934.
Friedrich Sieburg
Friedrich Sieburg wurde am 18. Mai 1893 in Altena geboren. Er starb am 19. Juli 1964 in Gärtringen.
Ab 1912 Studium der Geschichte, Philosophie und Nationalökonomie in Heidelberg. Ab 1914 im Ersten Weltkrieg an der Front. 1919 Promotion. Freier Schriftsteller in Berlin. Veröffentlichungen in der "Weltbühne". Ab 1924 Auslandkorrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Kopenhagen, Oslo, London und Paris. Ab 1948 Mitherausgeber der Wochenschrift "Die Gegenwart", ab 1956 Leiter des wöchentlichen Literaturblatts "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Vor unseren Bücherbrettern (Bd. 3, S. 828).
Nichts da, Leute! (Bd. 3, S. 887), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1959.
Ludwig Marcuse
Ludwig Marcuse wurde am 8. Februar 1894 in Berlin geboren. Er starb am 2. August 1971 in München.
1913-17 Studium der Philosophie und Literatur in Berlin und Freiburg. 1917 Promotion in Berlin. Freier Schriftsteller in Königsberg und Berlin. 1925 Übersiedlung nach Frankfurt am Main. 1928 Heirat mit Erna Reich. 1933 Flucht nach Frankreich. 1937 Ausbürgerung aus Deutschland. 1939 Emigration in die USA, 1944 amerikanischer Staatsbürger. Ab 1949 Professor für deutsche Literatur und Philosophie an der University of Southern California. 1963, nach der Emeritierung, Rückkehr nach Deutschland.
Zwei Nachrufe auf Gerhart Hauptmann (Bd. 3, S. 891), Erstdruck in: Aufbau, 1946.
Oskar Maria Graf
Oskar Maria Graf wurde am 22. Juli 1894 in Berg am Starnberger See geboren. Er starb am 28. Juni 1967 in New York.
Nach Tätigkeit in der Bäckerei seines Vaters. 1911 Übersiedlung nach München. Kontakt zur Münchner Boheme. 1912/13 Reise ins Tessin. 1917 Heirat mit Karoline Bretting. Ab 1920 Dramaturg am Arbeitertheater "Die neue Bühne". Ab 1927 freier Schriftsteller. 1933 Vortragsreise nach Wien, seitdem freiwilliges Exil. 1938 Flucht über die Niederlande in die USA. 1942 Gründung des Aurora-Verlags in New York. 1958 amerikanische Staatsbürgerschaft.
Verbrennt mich! Protest anläßlich der deutschen Bücherverbrennung 1933 (Bd. 3, S. 895), Erstdruck in: Arbeiterzeitung, 1933.
Joseph Roth
Joseph Roth wurde am 2. September 1894 in Brody, Galizien geboren. Er starb am 27. Mai 1939 in Paris.
Ab 1913 Studium der Philosophie und deutschen Literatur in Lemberg und Wien. 1917 Militärdienst in Galizien. 1919 Journalist bei "Der Neue Tag". 1920 Übersiedlung nach Berlin. Ab 1921 Mitarbeit am "Berliner Börsen-Courier". 1922 Heirat mit Friederike Reichler in Wien. Mitarbeit am "Vorwärts". Ab 1923 Tätigkeit für die "Frankfurter Zeitung". 1925 Feuilleton-Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Paris. Ab 1929 Mitarbeit an den "Münchner Neuesten Nachrichten". 1933 Exil in Paris. 1936 Reise nach Amsterdam und Ostende.
Der Herr mit dem Monokel (Bd. 3, S. 897), Erstdruck in: Vorwärts, 1924.
Ankunft im Hotel (Bd. 3, S. 900), Erstdruck in: Frankfurter Zeitung, 1929
Abschied vom Hotel (Bd. 3, S. 905), Erstdruck in: Frankfurter Zeitung, 1929.
Der Polizeireporter Heinrich G. (Bd. 3, S. 909), Erstdruck in: Frankfurter Zeitung, 1929.
Der Kurfürstendamm (Bd. 3, S. 913), Erstdruck in: Münchner Neueste Nachrichten, 1929.
Ernst Jünger
Ernst Jünger wurde am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. Er starb am 17. Februar 1998 in Riedlingen.
Ab 1914 Dienst als Kriegsfreiwilliger. Ernst Jünger bleibt in der Armee. 1923 Austritt aus der Reichswehr, Aufnahme des Studiums der Zoologie und Philosophie in Leipzig und Neapel. 1925 Heirat mit Gretha von Jeinsen. Ab 1926 freier Schriftsteller in Berlin. Veröffentlichungen u.a. in den Zeitschriften "Die Standarte", "Arminius" und "Der Vormarsch". 1936 Übersiedlung nach Überlingen am Bodensee. 1939 Übersiedlung nach Kirchhorst. Ab 1940 als Offizier in Paris. 1944 als "wehrunwürdig" aus der Wehrmacht entlassen. 1959-71 Mitherausgeber der Zeitschrift "Antaios". 1962 Heirat mit Liselotte Lohrer.
Das Spanische Mondhorn (Bd. 3, S. 916), Erstdruck in: Antaios, hg. v. Mircea Eliade und Ernst Jünger, Stuttgart: Klett 1963
Grenzgänge (Bd. 3, S. 947), Erstdruck: Ernst Jünger, Grenzgänge Olten: Oltner Liebhaberdruck 6 (Privatdruck), 1965.