Max Frisch bis Durs Grünbein
zu den Biographien
Heinz Politzer
Gretchen im "Urfaust"
Das Schweigen der Sirenen
Max Frisch
Der Autor und das Theater. Rede auf der Frankfurter Dramaturgentagung 1964
Friedrich Luft
Das Wesen der Kritik
Peter Weiss "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats" Schiller Theater
Hilde Spiel
Österreichs besondere Aufgabe
Eine Welt voller Enkel. Joseph Roths "Radetzkymarsch"
Jean Améry
An den Grenzen des Geistes
Günter Blöcker
Literaturkritik
Willy Brandt
Fernsehansprache aus Moskau
Heinrich Böll
Brief an einen jungen Katholiken
Die Sprache als Hort der Freiheit
Gesinnung gibt es immer gratis. Plädoyer für freigelassene Autoren, Leser und
Romanfiguren
Richard von Weizsäcker
Der 8.Mai 1945
Friedrich Dürrenmatt
Theaterprobleme
Franz Fühmann
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann
Peter Wapnewski
Gustav Mahler: Karriere als Passionsweg
Peter Demetz
Der Literaturkritiker Karl Gutzkow. Eine Einführung
Walter Jens
Von deutscher Rede
Georg Hensel
Skandale oder Die Kunst der Provokation
Albrecht Schöne
"Denn die Juden sind unsere Büchermacher und Bibliothekare"
Dieter Wellershoff
Das Geschichtliche und das Private. Aspekte einer Entzweiung
Siegfried Lenz
Geschichte erzählen Geschichten erzählen
Ingeborg Bachmann
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar
Joachim Fest
Die schreckliche Lust des Auges: Erinnerungen an Horst Janssen
Martin Walser
Heines Tränen
Günter Grass
Über meinen Lehrer Döblin
Peter Hacks
Über das Revidieren von Klassikern
Joachim Kaiser
Sein Ton wird nicht verhallen. Wilhelm Furtwängler
Christa Wolf
Der Schatten eines Traumes. Karoline von Günderrode - ein Entwurf
Peter Szondi
Amphitryon, Kleists "Lustspiel nach Molière"
Reinhard Baumgart
Thomas Manns Tagebücher: Ein Roman ohne Autor
Peter Rühmkorf
"Und aller Fluch der ganzen Kreatur". Gottfried Benn zum 90. Geburtstag
Gottfried Benn 100 Jahre oder "teils-teils das Ganze"
Hans Magnus Enzensberger
Wilhelm Meister, auf Blech getrommelt
Ivan Nagel
Aufklärung über Aufklärung. Kortners Inszenierung der Emilia Galotti
Ruth Klüger
Die Leiche unterm Tisch. Jüdische Gestalten aus der deutschen Literatur des
neunzehnten Jahrhunderts
Karl-Heinz Bohrer
Augenblicksemphase und Selbstmord. Zum Plötzlichkeitsmotiv Heinrich v.Kleists
Hellmuth Karasek
Schindlers Liste
Uwe Johnson
Ein Teil von New York
Wilfried Wiegand
Die Schule der Angst. Alfred Hitchcock und die Macht des Schicksals. Zum
hundertsten Geburtstag des Jahrhundertkünstlers
Werner Spies
Das neunzigjährige Jahrhundert. Picasso ignoriert seinen Geburtstag - Ein Besuch
in Mougins
Peter von Matt
Die Beweise und die Erschütterungen. Über die eigentümliche Wahrheit der
Literatur
Jurek Becker
Mein Judentum
Robert Gernhardt
Versuch einer Annäherung an eine Feldtheorie der Komik
Hermann Kurzke
Bewundern, nicht kritisieren! Thomas Mann und die Politik
Bernhard Schlink
Gotthold Ephraim Lessing: Bürgerliches Denken über Recht, Staat und Politik am
Vorabend der bürgerlichen Gesellschaft
Gerhard Stadelmaier
Die Vorletzten. Kritiker
Ulrich Weinzierl
Dieser unvergeßliche Ton. Herzenssprachmusik: Zum Tod der Schauspielerin
Paula Wessely, Doyenne des Burgtheaters
Frank Schirrmacher
Eine Legende, ihr Neidhammel! Kindheit eines Chefs oder die C-Ration unserer
Literatur - Hans Magnus Enzensberger wird siebzig
Durs Grünbein
Vulkan und Gedicht
Die Biographien der Autoren dieses Bandes
Heinz Politzer wurde am 31. Dezember 1910 in Wien geboren. Er starb am 30. Juli 1978 in Berkeley, USA.
Ab 1929 Studium der Germanistik und Anglistik in Wien und Prag. Zusammenarbeit mit Max Brod an dessen Kafka-Edition. Während des Zweiten Weltkriegs in Jerusalem, Bekanntschaft mit Martin Buber. 1952 amerikanische Staatsbürgerschaft. 1952-60 Professur am Oberlin College in Ohio. 1960-78 Professur an der University of California in Berkeley.
Gretchen im "Urfaust" (Bd. 5, S. 11), Erstdruck in: Monatshefte, 1957.
Das Schweigen der Sirenen (Bd. 5, S. 38), Erstdruck in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 1967. Verlagsbuchhandlung und Poeschel Verlag 1968.
Max Frisch
Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Er starb dort am 4. April 1991.
Ab 1930 Studium der Germanistik in Zürich. Ab 1931 erste Veröffentlichungen u.a. in der "Neuen Zürcher Zeitung". 1933 Reisen durch Ost- und Südeuropa. 1935 erste Reise nach Deutschland. 1936 Aufnahme eines Architekturstudiums in Zürich. Ab 1939 Dienst als Kanonier. 1941 Anstellung in Architekturbüro. 1942 Heirat mit Trudy von Meyenburg. 1943 Gründung eines eigenen Architekturbüros. 1946/47 Reisen nach Deutschland, Italien und Prag. Bekanntschaft u.a. mit Bertolt Brecht und Friedrich Dürrenmatt. 1950 Reise nach Spanien. 1954 Trennung von der Familie. 1958 Georg-Büchner-Preis, Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann. 1960 Übersiedlung nach Rom. 1965 Übersiedlung nach Berzona. 1975 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Der Autor und das Theater. Rede auf der Frankfurter Dramaturgentagung 1964 (Bd. 5, S. 68), Rede, gehalten: Frankfurter Dramaturgentagung, 22.9.1964. Erstdruck in: Neue Rundschau, 1965.
Friedrich Luft
Friedrich Luft wurde am 24. August 1911 in Berlin geboren. Er starb dort am 24. Dezember 1990.
Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte in Berlin und Königsberg. Seit 1936 freier Autor. Schrieb Feuilletons für das "Berliner Tageblatt" und die "Deutsche Allgemeine Zeitung". 1940 Heirat mit Heide Thilo. Ab 1945 Feuilletonchef bei der "Neuen Zeit", Theater- und Filmkritiken für den RIAS als "Stimme der Kritik". Beiträge für die "Süddeutsche Zeitung" und die "Welt".
Das Wesen der Kritik (Bd. 5, S. 84), Vorlesung gehalten: Hochschule für bildende Künste, Berlin 1959. Erstdruck: Günter Blöcker, Friedrich Luft, Will Grohmann und H. H. Stuckenschmidt, Kritik in unserer Zeit. Literatur, Theater, Musik, Bildende Kunst, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1960.
Peter Weiss "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats" Schiller Theater (Bd. 5, S. 101), Erstdruck in: Die Welt, 1964.
Hilde Spiel
Hilde Spiel wurde am 19. Oktober 1911 in Wien geboren. Sie starb dort am 30. November 1990.
Studium der Philosophie. 1933-35 Mitarbeiterin der Wissenschaftspsychologischen Forschungsstelle der Universität Wien. 1936 Promotion, Heirat mit Peter de Mendelssohn, Übersiedlung nach London. Tätigkeit für den "New Statesman". Ab 1946 Auslandskorrespondentin für den "Statesman" in Wien, dann in Berlin. 1948 Rückkehr nach England, Kulturkorrespondentin u.a. für die "Neue Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung" und den "Tagesspiegel". 1963 Rückkehr nach Österreich. 1971 Heirat mit Hans Flesch von Brunningen. Korrespondentin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in London.
Österreichs besondere Aufgabe (Bd. 5, S. 107), Rundfunksendung: 14.3.1965. Erstdruck in: Hilde Spiel, Das Haus des Dichters. Literarische Essays, Interpretationen, Rezensionen, hg. v. Hans A. Neunzig, © List Verlag in der Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 1992.
Eine Welt voller Enkel. Joseph Roths "Radetzkymarsch" (Bd. 5, S. 121), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 1982.
Jean Améry
Jean Améry (Hans Mayer) wurde am 31. Oktober 1912 in Wien geboren. Er starb am 17. Oktober 1978 in Salzburg.
Studium der Literatur und Philosophie in Wien. 1934 Herausgabe der Zeitschrift "Die Brücke". 1938 Emigration nach Belgien. 1940 Festnahme und Internierung in das Lager Gurs als "feindlicher Ausländer". 1941 Flucht aus dem Lager, Mitglied der Widerstandsbewegung. 1943 Festnahme durch die Gestapo. Deportation u.a. nach Auschwitz. Ab 1945 Journalist in Brüssel. Nahm sich in einem Hotel in Salzburg das Leben.
An den Grenzen des Geistes (Bd. 5, S. 129), Erstdruck: 1966.
Günter Blöcker
Günter Blöcker wurde am 13. Mai 1913 in Hamburg geboren. Er lebt heute in Berlin.
Günter Blöcker ist einer der angesehensten Literaturkritiker ("Frankfurter Allgemeine Zeitung") und Essayist. 1964 erhielt er den Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Literaturkritik (Bd. 5, S. 155), Vorlesung, gehalten: Hochschule für bildende Künste, Berlin 1959. Erstdruck: Günter Blöcker, Friedrich Luft, Will Grohmann und H. H. Stuckenschmidt, Kritik in unserer Zeit. Literatur, Theater, Musik, Bildende Kunst, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1960.
Willy Brandt
Willy Brandt (Herbert Ernst Karl Frahm) wurde am 18. Dezember 1913 in Lübeck geboren. Er starb am 8. Oktober 1992 in Unkel.
Ab 1929 Mitarbeit in der Sozialistischen Arbeiterjugend. 1933 Flucht vor den Nationalsozialisten nach Norwegen. Studium der Geschichte in Oslo. 1937 Reise nach Spanien als politischer Beobachter und Journalist. 1938 Ausbürgerung. 1940 Übersiedlung nach Stockholm, Tätigkeit als Journalist. Heirat mit Carlota Thorkildsen. 1948 erhält Willy Brandt die deutsche Staatsbürgerschaft zurück. Heirat mit Rut Hansen. Ab 1949 Mitglied des Deutschen Bundestags.Ab 1957 Bürgermeister von Berlin. 1966-69 Bundesaußenminister und Vizekanzler. 1969 Bundeskanzler. 1971 Friedensnobelpreis. 1974 Willy Brandt Rücktritt als Bundeskanzler.
Fernsehansprache aus Moskau (Bd. 5, S. 176), Rede, gehalten: Moskau, 12.8.1970.
Heinrich Böll
Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren. Er starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich.
Ab 1937 Buchhandelslehre. 1939-45 Soldat und in amerikanischer Gefangenschaft. Ab 1945 Germanistikstudium in Köln. Tätigkeiten als Hilfsschreiner und Behördenangestellter. Ab 1951 freier Schriftsteller in Köln. 1955 Reise nach Irland. 1964 Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1967 Georg-Büchner-Preis. Reisen nach Prag und Israel. 1972 Literaturnobelpreis. Ab 1976 Herausgabe der Zeitschrift "L 76. Demokratie und Sozialismus", zusammen mit Günter Grass und Carola Stern.
Brief an einen jungen Katholiken (Bd. 5, S. 179), Erstdruck in: Christ und Bürger, heute und morgen, 1958.
Die Sprache als Hort der Freiheit (Bd. 5, S. 197), Rede, gehalten: Wuppertal, 24.1.1959. Erstdruck: Köln 1959.
Gesinnung gibt es immer gratis. Plädoyer für freigelassene Autoren, Leser und Romanfiguren (Bd. 5, S. 203), Erstdruck in: Der Tagesspiegel, 1964.
Richard von Weizsäcker
Richard von Weizsäcker wurde am 15. April 1920 in Stuttgart. Er lebt heute in Berlin.
1939-45 Soldat im Zweiten Weltkrieg. 1945-50 Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Göttingen. 1950-53 wissenschaftliche Hilfskraft beim Bergbau der Mannesmann AG in Gelsenkirchen. 1953 Heirat mit Marianne von Kretschmann. 1954 Eintritt in die CDU. 1958-62 Geschäftsleiter des Bankhauses Waldthausen & Co. in Essen. 1962-66 Geschäftsführender Gesellschafter des chemisch-pharmazeutischen Unternehmens C. H. Böhringer in Ingelheim. 1964-70 Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Ab 1969 Mitglied des Deutschen Bundestags. 1981-84 Bürgermeister von Berlin. 1983 Reise in die DDR. 1984-94 Bundespräsident.
Der 8. Mai 1945 (Bd. 5, S. 207), Rede, gehalten: Deutscher Bundestag, Bonn 8.5.1985.
Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen in der Schweiz geboren. Er starb am 14. Dezember 1990 in Neuchâtel.
Ab 1941 Studium der Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik in Zürich und Bern. 1946 Heirat mit Lotti Geißler. 1947 Übersiedlung nach Basel. 1952 Umzug nach Neuchâtel. 1959 Reise nach New York. 1968/69 Arbeit am Theater in Basel. 1969/70 Reise u.a. nach Philadelphia, Florida, Yukatán, Jamaika und Puerto Rico. 1969-71 Mitherausgeber des Zürcher "Sonntags-Journals". 1984 Heirat mit Charlotte Kerr. 1968 Georg-Büchner-Preis.
Theaterprobleme (Bd. 5, S. 225), Erstdruck in: Arche-Bücherei Nr. 257/258.
Franz Fühmann
Franz Fühmann wurde am 15. Januar 1922 in Rochlitz geboren. Er starb am 8. Juli 1984 in Ostberlin.
1938 Eintritt in die Reiter-SA. Soldat im Zweiten Weltkrieg. Bis 1949 in russischer Kriegsgefangenschaft. Abwendung vom Nationalsozialismus, bekennender Marxist. Übersiedlung in die DDR. Eintritt in die NDPD, bis 1972 deren Mitglied. Ab 1949 Kulturpolitiker, Journalist und Schriftsteller in Ostberlin. Ab 1958 freier Schriftsteller.
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (Bd. 5, S. 258), Rede, gehalten: Akademie der Künste der DDR, Berlin 24.1.1976. Erstdruck in: Sinn und Form, 1976.
Peter Wapnewski
Peter Wapnewski wurde am 7. September 1922 in Kiel geboren. Er lebt heute in Berlin.
1949 Promotion in Hamburg. 1959 Übernahme des Ordinariats für Mediävistik in Heidelberg. Ab 1966 Professur an der Freien Universität in Berlin. Ab 1969 Professur an der Universität Karlsruhe. Ab 1982 Professur an der Technischen Universität Berlin. 1981-86 Gründungsrektor des Berliner Wissenschaftskollegs.
Gustav Mahler: Karriere als Passionsweg (Bd. 5, S. 282), Erstdruck in: Das musikalische Kunstwerk. Festschrift Carl Dahlhaus zum 60. Geburtstag, hg. v. H. Danuser, H. de la Motte-Haber, S. Leopold, N. Miller, Laaber 1988.
Peter Demetz
Peter Demetz wurde am 21. Oktober 1922 in Prag geboren. Er lebt heute in den USA.
Studium der Germanistik in Prag. 1948 Promotion. 1950-52 Redakteur beim "Radio Freies Europa" in München. 1953 Auswanderung in die USA. 1956-58 Dozent an der Yale-University in New Haven. Ab 1962 ordentlicher Professor für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Yale-University. 1963-69 Direktor des Fachbereichs Germanistik. Seit 1974 Mitarbeiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Der Literaturkritiker Karl Gutzkow. Eine Einführung (Bd. 5, S. 306), Erstdruck: Karl Gutzkow, Liberale Energie. Eine Sammlung seiner kritischen Schriften, ausgewählt und eingeleitet von Peter Demetz, Frankfurt am Main, Berlin und Wien: Ullstein Verlag 1974.
Walter Jens
Walter Jens wurde am 8. März 1923 in Hamburg geboren. Er lebt heute in Tübingen.
Studium der klassischen Philologie und Germanistik in Hamburg und Freiburg. 1944 Promotion, 1949 Habilitation. Seit 1950 Mitglied der "Gruppe 47". 1962-88 Inhaber des neu eingerichteten Lehrstuhls für Allgemeine Rhetorik in Tübingen. Ab 1963 Fernsehkritiker der "Zeit". 1976-82 Präsident des PEN-Zentrums der Bundesrepublik. 1989-97 Präsident der Akademie der Künste zu Berlin.
Von deutscher Rede (Bd. 5, S. 334), Rede, gehalten: Universität Tübingen, 25.11.1965. Erstdruck: Angelsachsen-Verlag, Bremen 1966.
Georg Hensel
Georg Hensel wurde am 13. Juli 1923 in Darmstadt geboren. Er starb dort am 17. Mai 1996.
Journalistische Ausbildung beim "Darmstädter Echo", dort Theaterkritiker und Leiter des Feuilletons bis 1974. Mitarbeit bei der "Welt", der "Süddeutschen Zeitung" und der Zürcher "Weltwoche". 1975-89 Theaterkritiker und für Theater zuständiger Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Skandale oder Die Kunst der Provokation (Bd. 5, S. 357), Erstdruck: Georg Hensel, Theaterskandale und andere Anlässe zum Vergnügen. Feuilletons, Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 1983.
Albrecht Schöne
Albrecht Schöne wurde am 16. Juli 1925 in Barby geboren. Er lebt heute in Göttingen.
Bis 1946 amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1947-51 Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie, evangelischen Theologie und Psychiatrie in Freiburg, Basel, Göttingen und Münster. 1952 Promotion in Münster. Heirat mit Dagmar Haver. Lektor im Rheinisch-Westfälischen Verlagskontor Essen. 1958-60 Dozent in Münster. 1960-90 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Göttingen.
"Denn die Juden sind unsere Büchermacher und Bibliothekare" (Bd. 5, S. XXX), Rede, gehalten: Dankrede bei der Verleihung des Reuchlin-Preises der Stadt Pforzheim, 17.6.1995. Erstdruck in: Insel-Almanach, 1996.
Dieter Wellershoff
Dieter Wellershoff wurde am 3. November 1925 in Neuß geboren. Er lebt heute in Köln.
Soldat im Zweiten Weltkrieg. Studium der Germanistik, Psychologie und Kunstgeschichte in Bonn. 1952 Promotion. Heirat mit Maria von Thadden 1952-55 Redakteur. Freier Schriftsteller. Ab 1959 Verlagslektor. Ab 1974 Dozent in Salzburg.
Das Geschichtliche und das Private. Aspekte einer Entzweiung (Bd. 5, S. 393), Rede, gehalten: Jahresfeier der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 8.11.1985. Erstdruck in: Abhandlungen der Klasse der Literatur, Wiesbaden/Stuttgart 1986.
Siegfried Lenz
Siegfried Lenz wurde am 17. März 1926 in Lyck/Masuren geboren. Er lebt heute in Hamburg und in Dänemark.
Während des Zweiten Weltkriegs bei der Marine. Ab 1945 Studium der Philosophie, Literatur und Anglistik in Hamburg. 1950/51 Feuilletonredakteur der "Welt". Ab 1951 Funkautor und freier Schriftsteller. Ab 2003 Gastprofessur an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf.
Geschichte erzählen - Geschichten erzählen (Bd. 5, S. 417), Entstehung: 1986.
Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt geboren. Sie starb am 17. Oktober 1973 in Rom.
Ab 1945 Studium der Philosophie und Psychologie in Innsbruck, Graz und Wien. 1950 Promotion in Wien. 1953-55 freie Schriftstellerin in Rom. 1957/58 Dramaturgin beim Bayerischen Fernsehen in München. Bekanntschaft mit Max Frisch. Ab 1958 Übersiedlung nach Zürich und Rom. 1959/60 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1964 Georg-Büchner-Preis. Bekanntschaft u.a. mit Paul Celan und Gerhard Fritsch. Starb an den Folgen eines Brandunfalls.
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar (Bd. 5, S. 429), Rede, gehalten: Dankrede bei der Verleihung des "Hörspielpreis der Kriegsblinden", Bonn 17.3.1959. Erstdruck in: Der Kriegsblinde. Zeitschrift für Verständnis und Verständigung, 1959.
Joachim Fest
Joachim Fest wurde am 8. Dezember 1926 in Berlin geboren. Er lebt heute in Frankfurt am Main.
Jura Geschichts- und Germanistikstudium in Freiburg, Frankfurt am Main und Berlin. 1963-68 Chefredakteur des NDR, 1965/66 Leiter des Fernsehmagazins "Panorama". 1973-93 Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ehrendoktor der Universität Stuttgart, Professor in Heidelberg.
Die schreckliche Lust des Auges: Erinnerungen an Horst Janssen (Bd. 5, S. 432), Erstdruck: Joachim Fest, Begegnungen. Über nahe und ferne Freunde, Reinbek: Rowohlt Verlag 2004.
Martin Walser
Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Er lebt heute in Überlingen am Bodensee.
Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg. Ab 1946 Studium der Literatur, Philosophie und Geschichte in Regensburg und Tübingen. 1949-57 Mitarbeit beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. 1950 Heirat mit Katharina Neuner-Jehle. 1951 Promotion. 1955 Preis der "Gruppe 47". Ab 1957 freier Schriftsteller. 1958 Reise in die USA. 1975 Aufenthalt in England. 1980 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1981 Georg-Büchner-Preis. 1983 Gastdozent an der University of Berkeley. 1998 Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Heines Tränen (Bd. 5, S. 451), Rede, gehalten: Dankrede zur der Verleihung der Heine-Plakette, Düsseldorf 19.2.1981. Erstdruck in: Süddeutsche Zeitung, 1981.
Günter Grass
Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren. Er lebt heute in der Nähe von Lübeck.
Flakhelfer und Panzerschütze im Zweiten Weltkrieg. 1947 nach Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft Steinmetzlehre. 1949-52 Grafik- und Bildhauerstudium in Düsseldorf. 1951-55 Reisen in Europa. 1953-56 Hochschule für Bildende Künste Berlin. 1954 Heirat mit Anna Schwarz. Mitglied der "Gruppe 47". 1956 Übersiedlung nach Paris. 1960 Rückkehr nach Berlin. 1965 Georg-Büchner-Preis. 1975 Reise nach Indien. 1979 Heirat mit Ute Grunert. 1983-86 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. 1999 Literaturnobelpreis.
Über meinen Lehrer Döblin (Bd. 5, S. 477), Rede, gehalten: Berlin, 26.6.1967. Erstdruck in: Akzente, 1967.
Peter Hacks
Peter Hacks wurde am 21. März 1928 in Breslau geboren. Er starb am 28. August 2003 in Berlin.
Ab 1947 Studium der Soziologie, Philosophie, Literatur- und Theaterwissenschaften in München. 1951 Promotion. 1955 mit Hilfe Bertolt Brechts Übersiedlung nach Ostberlin. Mitglied des Brecht-Ensembles. 1960-63 Dramaturg und Hausautor am Deutschen Theater Berlin. Ab 1963 freier Schriftsteller. 1964-91 Mitglied des PEN-Zentrums der DDR. 1972-91 Mitglied der Akademie der darstellenden Künste in der DDR. 1998 Verleihung des deutschen Jugendliteraturpreises.
Über das Revidieren von Klassikern (Bd. 5, S. 499), Erstdruck in: Theater heute, Sonderheft, 1975.
Joachim Kaiser
Joachim Kaiser wurde am 18. Dezember 1928 in Milken in Ostpreußen geboren. Er lebt heute in München.
Studium der Musikwissenschaften, Germanistik, Philosophie und Soziologie in Göttingen, Frankfurt am Main und Tübingen. 1951 Mitarbeiter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Frankfurter Hefte". 1954-58 Redakteur beim Hessischen Rundfunk. 1958 Promotion. Ab 1959 Leitender Redakteur der "Süddeutschen Zeitung". 1977-96 Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
Sein Ton wird nicht verhallen. Wilhelm Furtwängler (Bd. 5, S. ), Rede, gehalten: Großes Salzburger Festspielhaus, 15.9.1994. Erstdruck: Joachim Kaiser, Was mir wichtig ist, Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 1996. Joachim Kaiser, Was mir wichtig ist © 1996 Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart.
Christa Wolf
Christa Wolf wurde am 18. März 1929 in Landsberg an der Warthe geboren. Sie lebt heute in Berlin.
1949-53 Germanistikstudium in Leipzig und Jena. 1949 Eintritt in die SED. 1951 Heirat mit Gerhard Wolf. Ab 1956 Cheflektorin des Verlages "Neues Leben" und Redakteurin der Zeitschrift "Neue Deutsche Literatur" in Ostberlin. 1959-62 in Halle. Ab 1962 freie Schriftstellerin. Ab 1978 Gastvorträge u.a. in den USA, Schottland und Italien. 1980 Georg-Büchner-Preis. 1982 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1989 Austritt aus der SED.
Der Schatten eines Traumes. Karoline von Günderrode - ein Entwurf (Bd. 5, S. 529), Erstdruck: Karoline von Günderrode, Der Schatten eines Traumes. Gedichte, Prosa, Briefe, Zeugnisse von Zeitgenossen, hg. v. Christa Wolf, Berlin: Buchverlag Der Morgen 1979.
Peter Szondi
Peter Szondi wurde am 27. Mai 1929 in Budapest geboren. Er starb am 18. Oktober 1971 in Berlin.
1944 aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen in die Schweiz entkommen. Studium der Germanistik in Zürich. Ab 1965 Professor an der Freien Universität Berlin. Gründung des Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Bekanntschaft und Briefwechsel mit Paul Celan. 1971 Übersiedlung nach Zürich. Peter Szondi ertränkte sich im Oktober 1971 im Halensee in Berlin.
Amphitryon, Kleists "Lustspiel nach Molière" (Bd. 5, S. 586), Erstdruck in: Euphorion, 1961.
Reinhard Baumgart
Reinhard Baumgart wurde am 7. Juli 1929 in Breslau geboren. Er starb am 2. Juli 2003 in Berlin.
Ab 1947 Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in München, Freiburg und Glasgow. 1953 Promotion. 1955-62 Lektor beim Piper-Verlag in München. 1967 Poetikdozentur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1990-97 Professur an der Technischen Universität Berlin. Reinhard Baumgart schrieb für die "Zeit", den "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung".
Thomas Manns Tagebücher: Ein Roman ohne Autor (Bd. 5, S. 601), Erstdruck in: Reinhard Baumgart, Glücksgeist und Jammerseele. © 2000 Carl Hanser Verlag, München-Wien.
Peter Rühmkorf
Peter Rühmkorf wurde am 25. Oktober 1929 in Dortmund geboren. Er lebt heute in Hamburg.
Mitherausgeber der Zeitschrift "Die Pestbeule". Ab 1951 Studium der Pädagogik und Kunstgeschichte, später Psychologie in Hamburg. 1956 Abbruch des Studiums. 1951-56 Herausgabe der Zeitschrift "Zwischen den Kriegen", zusammen mit Werner Riegel. 1958-64 Lektor beim Rowohlt Verlag. Mitarbeit bei der Zeitschrift "Konkret". Freier Schriftsteller. 1969/70 Gastdozent in Austin, USA. 1993 Georg-Büchner-Preis.
"Und aller Fluch der ganzen Kreatur". Gottfried Benn zum 90. Geburtstag (Bd. 5, S. 620), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1976.
Gottfried Benn 100 Jahre oder "teils-teils das Ganze" (Bd. 5, S. 629), Rede, gehalten: Vor der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, April 1986. Erstdruck in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 1986.
Hans Magnus Enzensberger
Hans Magnus Enzensberger wurde am 11. November 1929 in Kaufbeuren im Allgäu geboren. Er lebt heute in München.
Ab 1949 Studium der Literaturwissenschaften, Philologie und Philosophie in Erlangen, Freiburg, Hamburg und Paris. 1955 Promotion in Erlangen. 1955-57 Redakteur beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. 1957-60 Aufenthalt in den USA, Mexiko, Norwegen und Italien. 1960/61 Lektor beim Suhrkamp Verlag in Frankfurt am Main. 1963 Georg-Büchner-Preis. 1964/65 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. 1965 Übersiedlung nach Berlin, Gründung der Zeitschrift "Kursbuch". 1979 Umzug nach München. Ab 1985 Herausgabe der "Anderen Bibliothek".
Wilhelm Meister, auf Blech getrommelt (Bd. 5, S. 635), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 1959.
Ivan Nagel
Ivan Nagel wurde am 28. Juni 1931 in Budapest geboren. Er lebt heute in Berlin.
Studium der Germanistik und Soziologie in Frankfurt am Main. 1962-69 Chefdramaturg der Münchner Kammerspiele. 1972-79 Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. 1981-83 Aufenthalt in New York. Theater- und Musikkritiker für die "Deutsche Zeitung" und die "Süddeutsche Zeitung", Kulturkorrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in New York. Gründer des "Theater der Welt". 1985-88 Intendant des Staatstheaters Stuttgart. Ab 1988 Professor für Ästhetik und Geschichte der Darstellenden Künste in Berlin.
Aufklärung über Aufklärung. Kortners Inszenierung der Emilia Galotti (Bd. 5, S. 650), Erstdruck in: Süddeutsche Zeitung, 1970.
Ruth Klüger
Ruth Klüger wurde am 30. Oktober 1931 in Wien geboren. Sie lebt heute in Irvine USA.
Wurde als Kind von den Nationalsozialisten ins Konzentrationslager Theresienstadt, dann nach Auschwitz-Birkenau und dann nach Christianstadt verschleppt. 1947 Emigration in die USA. Studium der Bibliothekswissenschaften in New York, dann der Germanistik in Berkeley. 1967 Promotion. 1980-86 Professur an der Princeton University. Professorin für Literaturwissenschaft an der University of California in Irvine. Ab 1988 Gastprofessorin in Göttingen.
Die Leiche unterm Tisch. Jüdische Gestalten aus der deutschen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts (Bd. 5, S. 667), Rede, gehalten: Internationaler Germanisten-Kongress, 1985. Erstdruck: Kontroversen, alte und neue. Akten des VII. Internationalen Germanisten-Kongresses, hg. v. Albrecht Schöne, Göttingen 1985.
Karl-Heinz Bohrer
Karl-Heinz Bohrer wurde 1932 in Köln geboren. Er lebt heute in Paris.
Studium der Germanistik und Soziologie in Göttingen und Heidelberg. 1962 Promotion. Ab 1968 Literaturchef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 1975-82 Auslandskorrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in London. 1982 Professor für Neuere Deutsche Literatur in Bielefeld. Ab 1983 Herausgeber der Zeitschrift "Merkur".
Augenblicksemphase und Selbstmord. Zum Plötzlichkeitsmotiv Heinrich v. Kleists (Bd. 5, S. 689), Vorlesung, gehalten: Bielefeld, 1978. Erstdruck: Karl-Heinz Bohrer, Plötzlichkeit. Zum Augenblick des ästhetischen Scheins, 1981.
Hellmuth Karasek
Hellmuth Karasek wurde am 4. Januar 1934 in Brünn geboren. Er lebt heute in Hamburg und Berlin.
Studium der Germanistik, Geschichte und Anglistik in Tübingen. 1958 Promotion. Ab 1960 Redakteur bei der "Stuttgarter Zeitung". 1974-96 Kulturchef des "Spiegel". 1982 Heirat mit Armgard Seegers. Ab 1986 Theaterkritiker und Feuilletonredakteur bei der "Zeit". Seit 1992 Honorarprofessor in Hamburg. Seit 1997 Mitherausgeber des "Tagespiegels".
Schindlers Liste (Bd. 5, S. 716), Erstdruck: Hellmuth Karasek, Mein Kino. Die 100 schönsten Filme, Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1994.
Uwe Johnson
Uwe Johnson wurde am 20. Juli 1934 in Kammin geboren. Er starb am 23. Februar 1984 in Sheerness-on-Sea in England.
1952-56 Germanistikstudium in Rostock und Leipzig. 1959 Übersiedlung nach Westberlin. 1961 Reise in die USA. 1962 Aufenthalt in Rom. 1966-68 Lektor beim Verlag "Harcourt, Brace and World" in New York. 1968 Rückkehr nach Berlin. 1971 Georg-Büchner-Preis. Ab 1974 in Sheerness-on-Sea in England. 1979 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt.
Ein Teil von New York (Bd. 5, S. 721), Erstdruck in: Neue Rundschau, 1969.
Wilfried Wiegand
Wilfried Wiegand wurde am 24. Januar 1937 in Berlin geboren. Er lebt heute in Berlin.
Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie in Berlin, München und Hamburg. Seit 1966 Redakteur am Feuilleton der "Welt", nebenher Dissertation und Promotion. 1968/69 Mitglied der Kulturredaktion des "Spiegel", ab 1969 in der Feuilleton-Redaktion der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". 1975 Auslandskorrespondent in New York. War fünf Jahre als Auslandskorrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Paris tätig. Ab 1986 Leiter der Feuilleton-Redaktion. 1997-2002 abermals Korrespondent in Paris.
Die Schule der Angst. Alfred Hitchcock und die Macht des Schicksals. Zum hundertsten Geburtstag des Jahrhundertkünstlers (Bd. 5, S. 740), Erstdruck: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1999.
Werner Spies
Werner Spies wurde am 1. April 1937 in Tübingen geboren. Er lebt heute in Frankreich.
Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Romanistik in Wien, Paris und Tübingen. Bekanntschaft u.a. mit Marcel Duchamp, Max Ernst und Pablo Picasso. Ab 1975 Lehrstuhl für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf. 1997-2000 Direktor des Musée National d'Art Moderne am Pariser Centre Georges Pompidou. Werner Spies war auch als Journalist tätig, u.a. aus Paris für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Das neunzigjährige Jahrhundert. Picasso ignoriert seinen Geburtstag - Ein Besuch in Mougins (Bd. 5, S. 757), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1971.
Peter von Matt
Peter von Matt wurde am 20. Mai 1937 in Luzern geboren. Er lebt heute in Zürich.
Studium der Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte in Zürich. 1964-76 Gymnasiallehrer in Luzern. Ab 1967 Assistent bei Emil Staiger an der Universität Zürich. 1970 Habilitation. 1976-2002 Ordinarius für Neuere Deutsche Literatur in Zürich. 1980 Gastprofessur an der Stanford University, USA.
Die Beweise und die Erschütterungen. Über die eigentümliche Wahrheit der Literatur (Bd. 5, S. 762), Rede, gehalten: Universität Zürich, 27.7.2002. Erstdruck: Peter von Matt, Öffentliche Verehrung der Luftgeister. Reden zur Literatur, München: Carl Hanser Verlag 2003.
Jurek Becker
Jurek Becker wurde am 30. September 1937 in ?odz, Polen geboren. Er starb am 14. März 1997 in Berlin.
Kindheit im Ghetto von ?odz und in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen. 1957-60 Philosophiestudium in Ostberlin. Ab 1960 Studium an der Filmhochschule Babelsberg. Ab 1962 freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Ostberlin. 1972 aus der SED und dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1977 Aufenthalt in den USA, Übersiedlung nach Westberlin. 1986 Drehbuchautor der Serie "Liebling Kreuzberg". 1989 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Mein Judentum (Bd. 5, S. 783), Rundfunksendung: 1977. Erstdruck in: Mein Judentum, hg. v. Hans Jürgen Schultz, Stuttgart 1978.
Robert Gernhardt
Robert Gernhardt wurde am 13. Dezember 1937 in Reval geboren. Er lebt heute in Frankfurt am Main.
Ab 1956 Studium der Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. 1964 Übersiedlung nach Frankfurt am Main. 1964/65 Mitarbeiter der Zeitschrift "Pardon". Freier Schriftsteller, Maler, Zeichner und Karikaturist. 1965 Heirat mit Almut Ullrich. Co-Autor einiger Shows, Filme und Bücher Otto Waalkes. Mitbegründer der "Neuen Frankfurter Schule" und des Satiremagazins "Titanic". 1990 Heirat mit Almut Gehebe. 2001 Gastdozentur für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Versuch einer Annäherung an eine Feldtheorie der Komik (Bd. 5, S. 794), Erstdruck: Robert Gernhardt, Was gibt's denn da zu lachen? Kritik der Komiker - Kritik der Kritiker - Kritik der Komik, Zürich: Haffmans Verlag 1988.
Hermann Kurzke
Hermann Kurzke wurde am 15. Februar 1943 in Berlin geboren. Er lebt heute in Mainz.
Studium der Germanistik und katholischen Theologie in München und Würzburg. Professor für Neuere Deutsche Literatur in Mainz. Regelmäßige freie Mitarbeit am Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Literarischen Welt".
Bewundern, nicht kritisieren! Thomas Mann und die Politik (Bd. 5, S. 824), Erstdruck in: Literaturen, unter dem Titel "Meister der konservativen Humanität. Thomas Mann und die Politik: Ein untadeliger provoziert die nachgeborenen Besserwisser", 2005.
Bernhard Schlink
Bernhard Schlink wurde am 6. Juli 1944 in Großdornberg bei Bielefeld geboren. Er lebt heute in Bonn und Berlin.
Jurastudium in Heidelberg und Berlin. Wissenschaftlicher Assistent in Darmstadt, Bielefeld und Freiburg. 1975 Promotion in Heidelberg. 1981 Habilitation. 1982-91 Juraprofessor in Bonn. Seit 1987 Richter am Verfassungsgerichtshof Nordrhein-Westfalen. 1991/92 Juraprofessor in Frankfurt am Main. Seit 1992 Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie in Berlin.
Gotthold Ephraim Lessing: Bürgerliches Denken über Recht, Staat und Politik am Vorabend der bürgerlichen Gesellschaft (Bd. 5, S. 835), Erstdruck in: Neue juristische Wochenzeitschrift, München 1983.
Gerhard Stadelmaier
Gerhard Stadelmaier wurde 1950 in Stuttgart geboren. Er lebt heute in Bad Nauheim.
Studium und Promotion in Tübingen. Feuilletonredakteur und Theaterkritiker der "Stuttgarter Zeitung". Seit 1989 Theaterkritiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seit 2003 Professor für Theaterkritik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 2005 Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik.
Die Vorletzten. Kritiker (Bd. 5, S. 853), Erstdruck: Gerhard Stadelmaier, Letzte Vorstellung. Eine Führung durchs deutsche Theater, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 1993 © Eichborn AG, Frankfurt am Main, 1993.
Ulrich Weinzierl
Ulrich Weinzierl wurde 1954 in Wien geboren. Er lebt heute in Wien.
Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Ab 1984 österreichischer Kulturkorrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Wien, seit Herbst 2000 auch für die "Welt". Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Dieser unvergeßliche Ton. Herzenssprachmusik: Zum Tod der Schauspielerin Paula Wessely, Doyenne des Burgtheaters (Bd. 5, S. 879), Erstdruck: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2000.
Frank Schirrmacher
Frank Schirrmacher wurde am 5. September 1959 in Wiesbaden geboren. Er lebt heute in Frankfurt am Main.
Studium der Philosophie und Philologie in Heidelberg und am Clare College in Cambridge. 1989 Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki als leitender Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Seit 1. Januar 1994 einer der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Unter anderem verantwortlich für das Feuilleton und die Wissenschaftsredaktionen. Mitglied des Goethe-Instituts. Stellvertretender Vorsitzender der Herbert Quandt-Stiftung, Bad Homburg.
Eine Legende, ihr Neidhammel! Kindheit eines Chefs oder die C-Ration unserer Literatur - Hans Magnus Enzensberger wird siebzig (Bd. 5, S. 882), Erstdruck: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1999.
Durs Grünbein
Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er lebt heute in Berlin.
Studium der Theaterwissenschaften. Lyriker, Essayist und Übersetzer. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, der Akademie der Künste in Berlin, der Sächsischen Akademie der Künste. Preise u.a.: 1995 Georg-Büchner-Preis, Friedrich-Nietzsche Preis 2004, Friedrich-Hölderlin-Preis 2005. Reisen durch Europa, Südostasien und in die USA.
Vulkan und Gedicht (Bd. 5, S. 892), Erstdruck in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1994.