Kompositionen für mehrstimmigen Gesang

Kompositionen sind musikalische Schöpfungen. Eine Komposition ist die Erarbeitung und die Urheberschaft eines musikalischen Werkes sowie das fertige, zur Aufführung bereite Werk selbst. Komponisten sind die Schöpfer solcher Werke. Es werden zwei Kompositionsformen unterschieden: die einfache sowie die rundläufige Version und die Durchführungsform, wobei der Kanon und das Rondo zur zweiten Kategorie gehören. Ein Kanon ist ein Gesangsstück, welches aus mehreren, nacheinander beginnenden, sich imitierenden Stimmen besteht. Die Konstruktion ist komplex, denn jedes seiner Einzelteile muss mit den anderen zusammenpassen, damit sie nebeneinander gesungen werden können.
Der Kanon wurde schon im Mittelalter gesungen
Die Geschichte des Kanons geht bis ins Mittelalter zurück. Damals bedeutete das Wort nicht Gesang, sondern Anweisung. Die Anweisungen dienten dazu, Einzelstimmen zu wiederholen oder andere Stimmen davon abzuleiten. Die Gattung Kanon als solche entstand erst im 16. Jahrhundert. Er ist der Nachfolger der Fuga, welche ganz ähnlich funktioniert. Mozart, Bach und Liszt sind berühmte Komponisten, welche von der Gattung des Kanons regen Gebrauch gemacht hatten – zu einer Zeit, in der Kredite online abschließen noch ein unbekannter Begriff war.
Musikunterricht für Chorgesänge
Auch heute noch ist der Kanon weit verbreitet. Im Musikunterricht wird er häufig genutzt, da er den Schülern hilft, ihr Musikgehör zu schärfen und gleichzeitig eine gute Einleitung für das Singen komplexer mehrstimmiger Werke ist. Schon im Kindergarten wird der Kanon als musikalisches Mittel eingesetzt, um die Kinder in die Kunst des Singens einzuführen. Berühmte Kanons sind zum Beispiel "Bruder Jakob", "Der Hahn ist tot" oder "Kookaburra". Eine andere Art Kanon ist, wenn man nicht die verschiedenen Teile eines Liedes nebeneinander singt, sondern verschiedene Lieder. "C-A-F-F-E-E", "Es tönen die Lieder", "Heut kommt der Hans zu mir" und "Abendstille überall" lassen sich nebeneinander in vollkommener Harmonie als Kanon aufführen.




