Max Frisch – Montauk

Der Schriftsteller Max Frisch ist ein aus der Schweiz stammender Autor, der im Jahr 1975 das berühmte Werk „Montauk“ verfasste. Frisch ist dafür bekannt und berühmt, sich selbst in seinen Figuren widerzuspiegeln und diese autobiografisch zu prägen. Trotzdem sind seine Erzählungen alle fiktiv, genauso wie auch in Montauk. Es ist also kein Zufall, dass der Hauptcharakter denselben Namen trägt wie sein Verfasser. Es wird ein Erlebnis berichtet, das durchaus authentisch ist: zwei Tage, die er mit einer Frau an einer Ostküste in Amerika verbringt. Die Affäre ist befristet und wird vom Autor als Rückschau für das eigene Leben verwendet. Der Leser erfährt von sämtlichen vergangenen Frauen, mit denen er ehemals eine Beziehung hatte.

Als das Werk Montauk erschien, hatte dies äußerst unterschiedliche Reaktionen zur Folge. Vor allem die Reaktionen der in den Texten angespielten Frauen ließen nicht lange auf sich warten, weil sie mit den offenen Schilderungen ganz und gar nicht einverstanden waren. Nicht wenige Leser hatten ein unangenehmes und peinliches Gefühl, derartig detaillierte Informationen über Frisch zu erfahren. Andere Kritiker hingegen stießen ein großes Lob für die Leistung des Schriftstellers aus und schätzten vor allem den Mut, den Frisch für das Verfassen des Stückes aufbrachte.

Im Stück erlebt der 63 jährige Frisch konkret am 11. und 12. Mai im Jahr 1974 zwei wundervolle Tage mit seiner Affäre. Ihr Name ist Lynn, sie ist 30 Jahre alt und Angestellte von Beruf. Eigentlich wäre es ihre Aufgabe, Frisch während seiner Reise zu betreuen, trotzdem kennt sie keines seiner Werke. Als sie gemeinsam einen Ausflug auf die Insel Long Island unternehmen, kommen sie einander näher. Frisch schildert in seinem Werk nicht nur das Zusammensein mit der Frau und vielen Vorgängerinnen, sondern zeigt auch viele Parallelen zu seinem eigenen Leben in den Bereichen Arbeit – beispielsweise als früherer Architekt auf diversen Baustellen oder als Schreiber diverser Theaterstücke – auf.

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