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1931
Am 9. Februar wird Thomas Bernhard im Hospital St. Elisabeth in Heerlen (Holland) als unehelicher Sohn von Herta Freumbichler, Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler, geboren.
1932
Ab Juli: bei den Großeltern (mütterlicherseits) in Wien.
1935
Übersiedlung mit den Großeltern nach Seekirchen am Wallersee.
1936
Heirat der Mutter mit Emil Fabjan. Das Ehepaar lebt in Wien, Stuttnergasse 12. Vorzeitiger Beginn der Volksschule in Seekirchen im Herbst.
1937
Übersiedlung mit den Großeltern nach Traunstein, Oberbayern. Erster Musikunterricht bei Prof. Westermayer.
1938
Ab Januar: Bernhard lebt mit seiner Mutter in Traunstein (Oberbayern). Erste schulische Schwierigkeiten. Geburt des Halbbruders Peter Fabjan.
1942-1945
Internat in Salzburg, Gymnasium. NS-Schülerheim ›Johanneum‹.
1943
Tod des Vaters. Violinunterricht bei Prof. Steiner.
1944
Nach dem schwersten Bombenangriff auf die Stadt Salzburg wird Bernhard im Herbst nach Traunstein zurückgeholt.
1945
September: Rückkehr ans - jetzt katholische - Salzburger ›Johanneum‹. Besuch des Humanistischen Gymnasiums. Vertreibung der Familien Fabjan und Freumbichler aus Bayern, Bernhard bleibt in Salzburg.
1946
Juni: Übersiedlung der Eltern und Großeltern und des Onkels Harald Pichler nach Salzburg. Unterricht in Musikästhetik bei Professor Theodor W. Werner, Gesangsunterricht bei Maria Keldorfer.
1947
Eigenmächtiger Abbruch des Gymnasiums und Beginn einer kaufmännischen Lehre. Erste Gedichte.
1949-1951
Aufenthalt in der Lungenheilanstalt Grafenhof in Folge einer schweren Lungentuberkulose.
1950
Tod der Mutter. Erste Prosaveröffentlichung Vor eines Dichters Grab im ›Salzburger Volksblatt‹.
1952
Wiederaufnahme des Musikunterrichts. Erster Aufenthalt in Venedig. Akademie Mozarteum. Freiplatz der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1952-1955
Gerichtsreporter des sozialistischen Demokratischen Volksblatt.
1953
Erste Jugoslawienreise.
1956
Sizilien.
1957
Juni: Abschluß des Mozarteums mit Bühnenreifeprüfung. Von jetzt an lebt Thomas Bernhard als freier Schriftsteller. Der erste Gedichtband Auf der Erde und in der Hölle wird im Salzburger Otto Müller Verlag veröffentlicht.
1957-1960
Freundschaft mit der Sängerin Maja Lampersberg und dem Komponisten Gerhard Lampersberg, bei dem er in Maria Saal (Kärnten) längere Zeit wohnt.
1959
Das Werk Die Rosen der Einöde. Fünf Sätze für Ballett, Stimmen und Orchester entsteht. Reisen nach Hamburg, Frankfurt, Köln.
1960
Juli: Aufführung mehrerer Kurzschauspiele und einer Oper in Maria Saal, Kärnten. Bruch der Beziehung mit den Lampersbergs. Englandaufenthalt.
1962
Erster Polenaufenthalt.
1962-1963
Die Irren. Die Häftlinge. Privatdruck, Klagenfurt.
1963
Literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost, der im Insel Verlag erscheint. Reisen nach Polen, Oberitalien und in die Schweiz. Thomas Bernhard besucht Carl Zuckmayer in Saas-Fee.
1964
Aufenthalte in Hannover. Erste Arbeiten an Amras. Bekanntschaft mit Siegfried Unseld. Amras erscheint.
1965
Wieder Aufenthalt in Hannover. Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen. Bernhard zieht nach Ohlsdorf bei Gmunden (Oberösterreich), seitdem ständiger Wohnsitz.
1966
Aufenthalt in Brüssel, wo er Verstörung schreibt.
1967
Verstörung erscheint.
1968
Ungenach erscheint.
1969
Watten erscheint.
1970
Ein Fest für Boris und Das Kalkwerk. Bernhard erhält den Georg-Büchner-Preis.
1975-1982
Es erscheinen die autobiographischen Schriften: Die Ursache (1975), Der Keller (1976), Der Atem (1978), Die Kälte (1981) und Ein Kind (1982).
1984
Längerer Aufenthalt in Madrid. Holzfällen erscheint.
1985
Alte Meister. Skandal anläßlich der Uraufführung von Der Theatermacher bei den Salzburger Festspielen.
1986
Auslöschung.
1987
Elisabeth II. Januar bis März: Aufenthalt in Sintra bei Lissabon.
1988
Prix Medicis für Alte Meister. Ablehnung des italienischen Feltrinelli-Preises. Reise mit Halbschwester Susanne nach Spanien. Ende November: Thomas Bernhard erleidet eine Herzattacke.
1989
Am 12. Februar stirbt Thomas Bernhard in seiner Gmundener Wohnung. Sein Tod wird erst nach dem Begräbnis bekanntgegeben. Im Testament Verbot der Neuinszenierung von Bühnenstücken sowie der Publikation bisher unveröffentlichter Texte in Österreich.
