Der Kanon Die deutsche Literatur






Max Frisch

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1911
Am 15. Mai wird Max Frisch als Sohn des Architekten und Baumeisters Franz Bruno Frisch und seiner Frau Karolina Bettina, geb. Wildermuth, in Zürich geboren.

1924
Frühjahr: Eintritt in das Kantonale Realgymnasium.

1930
Herbst: Beginn eines Germanistikstudiums an der Universität Zürich bei den Professoren Emil Ermatinger, Robert Faesi sowie bei Walter Muschg.

1931
Mimische Partitur? Erste Veröffentlichung in der ›Neuen Zürcher Zeitung‹.

1932
29. März: Unerwarteter Tod des Vaters. April: Was bin ich? Artikel im ›Zürcher Student‹, erster wichtiger Prosatext. Freier Mitarbeiter bei der ›Neuen Zürcher Zeitung‹ (u. a.).

1933
 Februar-Oktober: Reisen durch Ost- und Südosteuropa.

1934
Erste Buchveröffentlichung: Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt. Beziehung mit Käte Rubensohn.

1935
April und Dezember: Erste Reisen nach Deutschland.

1936
Beginn eines Architekturstudiums an der ETH Zürich.

1937
Antwort aus der Stille. Eine Erzählung aus den Bergen, Stuttgart.

1938
Ende der Beziehung mit Käte Rubensohn.

1939
Mit Kriegsbeginn aktiver Dienst als Kanonier. Dezember: Stipendium der Conrad Ferdinand Meyer-Stiftung.

1940
Blätter aus dem Brotsack, Zürich. August: Diplom als Architekt.

1941
Beginn der Freundschaft mit Gertrud (»Trudy«) Constance von Meyenburg. Anstellungen in Architekturbüros. Erste eigene Wohnung in Zürich.

1942
30. Juli: Heirat mit Trudy von Meyenburg.

1943
9. Juni: Geburt der Tochter Ursula. Erster Preis im Architekturwettbewerb. Gründung eines eigenen Büros. Der Roman J’adore ce qui me brûle oder Die Schwierige erscheint.

1944
25. November: Geburt des Sohnes Hans Peter. Santa Cruz.

1945
29. März: Nun singen sie wieder wird als erstes Frisch-Stück in Zürich uraufgeführt.

1946/1947
Reisen nach Deutschland, Italien sowie nach Prag.

1947
Das Tagbuch mit Marion. Bekanntschaft mit Bertolt Brecht, Friedrich Dürrenmatt und Peter Suhrkamp.

1948 
Reisen nach Wien, Prag, Paris und Warschau.

1949
17. Mai: Geburt der Tochter Charlotte. Juli/August: Kampen auf Sylt, im Oktober in Südfrankreich.

1950
Das Tagebuch 1946-1949 erscheint im neu gegründeten Suhrkamp Verlag. Freundschaft mit Madeleine Seigneur-Besson. Im Herbst erste Spanienreise.

1951
Uraufführung des Graf Öderland am Zürcher Schauspielhaus. Als Stipendiat der Rockefeller-Stiftung in den USA. Reise nach Mexiko.

1953
Herr Biedermann und die Brandstifter und Rip van Winkle (Hörspiele).

1954
Stiller erscheint. Max Frisch trennt sich von seiner Familie.

1955
Wohnung am Zürichsee. Verkauf des Architekturbüros. Zweite Fassung der Chinesischen Mauer. Letzter Besuch bei Brecht in Ostberlin. Begegnung mit Günter Grass in Zürich.

1957
Mai: Griechenlandreise mit Madeleine Seigneur-Besson. Im Herbst erscheint Homo faber. Reise in die arabischen Staaten.

1958
Bekanntschaft mit Ingeborg Bachmann. Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

1959
Nachspiel zu Biedermann und die Brandstifter. Scheidung der Ehe mit Trudy Frisch-von Meyenburg.

1960
Wohnsitz in Rom, wo Max Frisch, zunächst zusammen mit Ingeborg Bachmann, bis 1965 lebt.

1961
Griechenlandreise mit Ingeborg Bachmann.

1962
Ehrendoktor der Universität Marburg. Bekanntschaft mit Uwe Johnson. Max Frisch lernt  Marianne Oellers kennen, mit der er in den folgenden Jahren zusammenlebt.

1964
Mein Name sei Gantenbein.

1965
April: Man’s Freedom-Prize der Stadt Jerusalem. Frischs Preisrede ist die erste offizielle deutschsprachige Ansprache in Israel. Übersiedlung nach Berzona. Aufenthalt in Berlin.

1966
Erste Reise in die Sowjetunion. Tod der Mutter. Zürich-Transit. Skizze eines Films. Veröffentlichung der gesammelten Erinnerungen an Brecht.

1968
Heirat mit Marianne Oellers. Bekanntschaft mit Christa Wolf.

1969
Reise nach Japan. Dramaturgisches, ein Briefwechsel mit Walter Höllerer.

1970
Mai: Reise in die USA.  Besuch im Weißen Haus gemeinsam mit Siegfried Unseld.

1971
Vorlesungen an der Columbia University.

1972
Tagebuch 1966-1971. Wohnung in Berlin.Winter: Aufenthalt in New York.

1974
Dienstbüchlein. Bekanntschaft mit Alice Locke-Carey.

1975
Montauk. Eine Erzählung. Mit der Delegation des deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt in China. Es erscheinen Gesammelte Werke in zeitlicher Folge. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

1979
Triptychon. Drei szenische Bilder und Der Mensch erscheint im Holozän. Scheidung der Ehe mit Marianne Frisch-Oellers. Gründung der Max Frisch-Stiftung.

1980
Wiederbegegnung mit Alice Locke-Carey, die bis 1984 mit Max Frisch zusammenlebt.

1981
Aufbau des Max Frisch-Archivs an der ETH Zürich.

1983
Forderungen des Tages. Porträts, Skizzen, Reden 1943-1982. Zieht in die Stadelhofer Passage um, seine letzte Wohnadresse in Zürich.

1987
Februar: Reise nach Moskau. Heinrich Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.

1990
Schweiz als Heimat? Versuche über 50 Jahre.

1991
Am 4. April stirbt Max Frisch an Krebs in seiner Wohnung in Zürich.




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