Der Kanon Die deutsche Literatur






Hermann Hesse

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1877
Am 2. Juli wird Hermann Hesse in Calw/Württemberg als Sohn des baltischen Missionars Johannes Hesse und dessen Frau Marie, geb. Gundert, geboren.

1886-1889
Hesse besucht das Reallyzeum in Calw.

1890-1891
Lateinschule in Göppingen.

1891-1892
Ab September: Seminarist im ev. Klosterseminar Maulbronn. Flucht nach sieben Monaten, weil er »entweder Dichter oder gar nichts werden wollte«.

1892
Juni: Selbstmordversuch. Juni-August: Aufenthalt in der Nervenheilanstalt Stetten. November: Aufnahme in das Gymnasium von Cannstatt.

1893
Juli: Einjährig-Freiwilligen-Examen (Obersekundareife).
Oktober: Beginn einer Buchhändlerlehre in Esslingen, die er aber schon nach drei Tagen aufgibt.

1895-1898
Buchhändlerlehre in Tübingen.

1896
Erste Gedichtpublikation.

1898
Oktober: Erste Buchpublikation Romantische Lieder.

1901
März-Mai: erste Italienreise. Ab August (bis Frühjahr 1903):  Buchhändler im Basler Antiquariat Wattenwyl. Die Hinterlassenen Schriften und Gedichte von Hermann Lauscher.

1902
Gedichte erscheinen, seiner Mutter gewidmet, die kurz vor Erscheinen des Bändchens stirbt.

1903
Aufgabe der Buchhändler- und Antiquariatsstellung; zweite Italienreise.
Mai: Verlobung mit Maria Bernoulli.

1904
Der Roman Peter Camenzind erscheint bei S. Fischer, Berlin.
 Juli: Eheschließung mit Maria Bernoulli und Umzug nach Gaienhofen am Bodensee. Freier Schriftsteller und  Mitarbeiter an zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften.

1905
Dezember: Geburt des Sohnes Bruno.

1906 
Unterm Rad, Roman.

1909
März: Geburt des zweiten Sohnes Heiner.

1911
Juli: Geburt des dritten Sohnes Martin.
September-Dezember: Indienreise.

1912
Hesse verläßt Deutschland für immer und übersiedelt mit seiner Familie nach Bern.

1914
Bei Kriegsbeginn meldet sich Hesse freiwillig, wird aber als dienstuntauglich zurückgestellt.

1915-1919
Im Dienst der ›Deutschen Gefangenenfürsorge‹.

1915
Knulp, Roman.

1916
Tod des Vaters, beginnende Schizophrenie seiner Frau und Erkrankung des jüngsten Sohnes führen zu einem Nervenzusammenbruch Hesses.

1919
April: Trennung von seiner in einer Heilanstalt internierten Frau. Unterbringung der Kinder bei Freunden.
Mai: Übersiedlung nach Montagnola/Tessin in die Casa
Camuzzi, die er bis 1931 bewohnt. Demian, Roman.

1920
Klingsors letzter Sommer (Erzählungen).

1921
Ausgewählte Gedichte erscheinen. Psychoanalyse bei C. G. Jung in Küsnacht bei Zürich.

1922
Siddhartha, Roman.

1923
Juni: Die Ehe mit Maria Bernoulli wird geschieden.

1924
Hesse wird Schweizer Staatsbürger. Heirat mit Ruth Wenger.

1926
Wahl als auswärtiges Mitglied in die Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste (Austritt Hesses 1931).

1927
Der Steppenwolf, Roman. Gleichzeitig - zum 50. Geburtstag Hesses - erste Hesse-Biographie (von Hugo Ball). Scheidung der Ehe mit Ruth Wenger.

1930
Narziß und Goldmund, Roman.

1931
Eheschließung mit der Kunsthistorikerin Ninon Dolbin, geb. Ausländer, aus Czernowitz.

1932-1943
Entstehung des Glasperlenspiels.

1934
Mitglied des Schweizerischen Schriftstellervereins. Vom Baum des Lebens (Ausgewählte Gedichte),  Insel-Verlag, Leipzig.

1935
Politisch erzwungene Teilung des S. Fischer Verlags.  Verbot der NS-Behörden, die Verlagsrechte am Werk Hermann Hesses mit ins Ausland zu nehmen.

1936
September: erste persönliche Begegnung mit Peter Suhrkamp.

1939-1945
Hesses Werke gelten in Deutschland als unerwünscht.
Unterm Rad, Der Steppenwolf, Betrachtungen, Narziß und Goldmund und Eine Bibliothek der Weltliteratur dürfen nicht mehr nachgedruckt werden.

1943
Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magisters Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Herausgegeben von Hermann Hesse, erscheint  bei Fretz & Wasmuth, Zürich.

1944
Die Gestapo verhaftet Peter Suhrkamp, Hesses Verleger.

1946
Hesses Werke können in Deutschland wieder gedruckt  werden, zunächst im ›Suhrkamp Verlag vorm. S. Fischer‹ (ab 1951 im Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main).
Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main.  Nobelpreis für Literatur.

1952
Gesammelte Dichtungen, 6 Bde., Festgabe zu Hesses 75. Geburtstag.

1955
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

1957
Gesammelte Schriften, 7 Bde.

1962
9. August: Tod Hermann Hesses in Montagnola.




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