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1900
Am 19. November wird Anna Seghers in Mainz geboren.Der Vater betreibt zusammen mit seinem Bruder eine angesehene Kunst- und Antiquitätenhandlung. Die Familie gehört zur orthodoxen Israelitischen Religionsgemeinschaft.
1907
Besuch einer Privatschule, danach verschiedener Schuleinrichtungen bis zum Abitur.
1920
April: Beginn des Studiums in Heidelberg (zwei Semester in Köln): Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte, Sinologie. Bekanntschaft mit Laszlo Radvanyi, einem ungarischen Emigranten.
1924
Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation Jude und Judentum im Werke Rembrandts.
1925
Heirat mit Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin.
1926
Geburt des Sohnes Peter.
1928
Geburt der Tochter Ruth. Aufstand der Fischer von St. Barbara. Kleistpreis. Mitglied des Bundes proletarisch- revolutionärer Schriftsteller und der KPD. Ständiges Pseudonym: Anna Seghers.
1930
Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft und andere Erzählungen.
1931
Die Gefährten, Roman.
1933
Der Kopflohn. Roman aus einem deutschen Dorf im Spätsommer 1932 erscheint in Amsterdam. Nach kurzer Verhaftung im Februar Flucht in die Schweiz, weiter nach Paris. Beteiligt an der Gründung des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller in Paris und an der Redaktion der Exilzeitschrift ›Neue Deutsche Blätter‹.
1935
Der Weg durch den Februar, Roman.
1937
Die Rettung, Roman. Uraufführung des Hörspieles Der Prozeß der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 in Amsterdam.
1940
Die schönsten Sagen vom Räuber Woynok. Sagen von Artemis erscheinen in Moskau. Laszlo Radvanyi wird in Le Vernet interniert. Anna Seghers flüchtet mit den Kindern aus Paris in den unbesetzten Teil Frankreichs, Aufenthalt in Marseille.
1941
März bis Juli Überfahrt von Marseille nach Mexico City mit der Familie. Präsidentin des einrich-Heine-Klubs.
1942
Das siebte Kreuz erscheint englisch in den USA als Buch und in Comicstrip-Version, zeitgleich deutsche Ausgabe bei El Libro Libre, Mexiko.
1943
Schwerer Verkehrsunfall.
1944
Transit, Roman, zuerst auf spanisch, englisch und französisch.
1946
Der Ausflug der toten Mädchen und andere Erzählungen erscheint im Aurora Verlag, New York. Das siebte Kreuz erscheint erstmals in Deutschland.
1947
Rückreise nach Europa über Stockholm, Paris, ab April wieder in Berlin. Büchner-Preis. Transit erscheint erstmals auf deutsch.
1949
Die Toten bleiben jung. Roman. Die Hochzeit von Haiti, zwei Novellen.
1950
Die Linie, drei Erzählungen. Mitglied des Präsidiums des Weltfriedensrates. Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste.
1951
Crisanta. Mexikanische Novelle; Die Kinder, drei Erzählungen. Stalin-Friedenspreis und Nationalpreis der DDR (spätere 1959 und 1971).
1952
Der Mann und sein Name, Erzählung. Präsidentin des Deutschen Schriftstellerverbandes (bis 1978).
1958
Brot und Salz, drei Erzählungen.
1959
Die Entscheidung, Roman. Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
1961
Das Licht auf dem Galgen, Erzählung.
1965
Die Kraft der Schwachen. Neun Erzählungen.
1967
Das wirkliche Blau. Eine Geschichte aus Mexiko.
1968
Das Vertrauen, Roman.
1969
Glauben an Irdisches. Essays aus vier Jahrzehnten. Herausgegeben von Christa Wolf.
1971
Überfahrt. Eine Liebesgeschichte.
1973
Sonderbare Begegnungen, drei Erzählungen.
1975
Kulturpreis des Weltfriedensrates.
1977
Steinzeit. Wiederbegegnung, zwei Erzählungen. Ehrendoktorwürde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
1978
Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR.
1980
Drei Frauen aus Haiti.
1981
Ehrenbürgerin der Stadt Mainz.
1983
Anna Seghers stirbt am 1. Juni in Ostberlin.
