Der Kanon Die deutsche Literatur






E.T.A. Hoffmann
Die Elixiere des Teufels


Die Elixiere des Teufels, E.T.A. Hoffmanns erster großer Roman, erschienen in zwei Bänden 1815/16, enthält den fiktiven Lebensbericht eines aus fluchbeladener Familie stammenden Mönchs, der seine verbrecherischen Taten beichtet und die Schuld, die er auf sich geladen hat, offenlegt. Der Roman bietet alle Elemente des Schauerlichen auf, "das Furchtbarste und Entsetzlichste, das der Geist erdenken kann … In Göttingen soll ein Student durch diesen Roman toll geworden sein", schrieb Heinrich Heine. Die Elixiere versetzen den Leser zunächst, ganz in der Tradition des Schauerromans, in die Welt der Verbrechen und dunklen Mächte. Doch E.T.A. Hoffmann gelingt es, mit der abenteuerlichen Geschichte des Mönchs Medardus, dessen Schicksal in Wahnsinn und Mord gipfelt, das "Nächtliche" in jedem Menschen, das Abgründig-Dämonische darzustellen. Darin zeigt sich Hoffmanns Modernität, die keiner modischen Aktualisierung bedarf.


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