Thomas Mann – die Buddenbrooks

Thomas Mann zählte nicht nur zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, sondern wohl auch zu den umstrittensten. 1875 in Lübeck geboren und 1955 in Zürich gestorben, war Thomas Mann nicht nur für seine etlichen Werke berühmt, sondern auch für seine nie bewiesene Homosexualität und dem ewigen Streit mit seinem Bruder Heinrich Mann. Sein Roman „Buddenbrooks“ wurden 1929 mit dem Nobelpreis der Literatur ausgezeichnet und gehörte zu Manns erfolgreichsten Büchern.

Das Buch „Buddenbrooks“ erzählt den Niedergang einer angesehenen Lübecker Kaufmannsfamilie, die einen Getreidehandel unterhält. Die Geschichte beginnt im Jahre 1835, als Johann Buddenbrook ein repräsentatives Anwesen erwirbt. In der Familie herrscht eine angespannte Situation. Auf einer Einweihungsfeier für eine neue Villa übergibt Johann seinem Vater einen Brief vom Stiefbruder Gotthold. Dieser beklagt darin, dass er im Vergleich zu seinen Geschwistern zu kurz gekommen sei. Kein Diskussionsthema für das Familienoberhaupt, denn als Gotthold sich entschied, gegen den Willen des Vaters eine nicht standesgemäße Frau zu heiraten, war er für ihn kein ehrenswerter Sohn mehr.

Johann Buddenbrook arbeitet mit Fleiß und Pflichterfüllung für das Familienunternehmen. Im Jahre 1842 stirbt Antoinette Buddenbrook, die Frau von Johann, der nur 2 Monate darauf ebenfalls stirbt. Nun liegt es in den Händen der Enkel, das Familienunternehmen weiterzuführen. Thomas Buddenbrook, der Sohn von Johann, verlässt im jungen Alter von 16 Jahren die Schule und übernimmt das Geschäft. Launenhaft und albern, wie er ist, reißt er die Familie von einer Blamage in die andere.

Nach und nach wird die Familie nachdenklicher und es scheint, als sei nach dem Tode von Johann kein würdiger Nachfolger vorhanden. Parallel zum Verfall der Familie steigt die rivalisierende Familie Hagenström auf, die für ihre unfairen Mittel bekannt ist. Die letzten Buddenbrooks hingegen entwickeln mehr und mehr künstlerische Fähigkeiten und vernachlässigen das Geschäft. Der Preis: Lebensuntüchtigkeit. Ein Konflikt, den auch Thomas Mann in seinem eigenen Leben lösen musste.

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