Günter Grass – Die Blechtrommel

Der heute 84-jährige Günter Grass ist ein beliebter Schriftsteller, Maler, Bildhauer und Grafiker. Er zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart und erhielt 1999 den Nobelpreis der Literatur. Mit seinem Roman „Die Blechtrommel“ wurde Grass quasi über Nacht berühmt. In diesem Buch beschreibt Grass den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeitgesellschaft. Das junge Paar Anna Bronski und Joseph Koljaiczek, ein gesuchter Brandstifter, lassen sich im Jahre 1899 von einem Priester trauen. Neun Monate später wird die gemeinsame Tochter Agnes geboren.

Joseph arbeitet daraufhin unter falschen Namen als Flößer, um für sich und seine kleine Familie den Lebensunterhalt verdienen zu können. Das geht viele Jahre gut, bis ihn ein Sägemeister 1913 erkennt und der Polizei meldet. Daraufhin springt Joseph in einen Fluss und taucht ab. Viele Monate lang findet man weder eine Spur noch eine Leiche des Mannes und somit kommt das Gerücht auf, er sei nach Amerika entkommen. Daraufhin heiratet Anna den älteren Bruder Gregor, der alle Einnahmen vertrinkt. In Danzig eröffnet sie einen Kolonialwarenladen, der erst Geld zum Leben übrig lässt, als Gregor 1917 an Grippe stirbt.

Tochter Agnes verliebt sich in ihren Cousin Vinzent, heiratet 1918 jedoch Alfred Matzerath, den sie bei ihrer Arbeit als Hilfskrankenschwester im Lazarett kennenlernt. Für das junge Mädchen ist dies jedoch kein Grund, ihr Verhältnis mit Vinzent zu beenden. 1924 wird Sohn Oskar geboren. Dieser entscheidet sich an seinem 3. Geburtstag, nicht mehr wachsen zu wollen. In der Nacht geht er mit seiner neuen rot-weißen Kindertrommel in den Keller und springt mit dem Kopf voran in ein Regal voller Flaschen.

Während seines Krankenhausaufenthaltes trommelt Oskar ein Loch in die Blechtrommel. Als seine Eltern sie ihm wegnehmen, schreit er so laut auf, dass Gläser einer Sanduhr und andere Glasgefäße zerplatzen. Von nun an stellt sich Oskar mit seiner Trommel gegen die Gemeinschaft und sorgt für den Rest seines Lebens für Tumult und Ärger. Literaturkritiker behaupten, Grass hätte bei der Figur Oskar an Hitler gedacht.

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